Efringen-Kirchen Schuss und Tor beim Füchsle-Camp

Beatrice Ehrlich

Efringen-Kirchen - Der Wechsel im Funiño-Format ist fliegend: „Tor“, freuen sich die Jungen und ein Mädchen im grünen Trikot, da ist schon ihr nächster Gegner im Feld. Die Jungs im blauen Leibchen versuchen, sich mit einem schnellen Schuss ins Tor den Moment der Unaufmerksamkeit zunutze zu machen, doch der Ball rollt an dem kleinen aufblasbaren Tor vorbei.

In dem in Spanien entwickelten Kleinfeld-Format, das aus den Wörtern „Fun“ – englisch für „Spaß“ – und „Niño“ – spanisch für „Kind“ – zusammengesetzt ist, spielen drei gegen drei oder, wie hier, vier gegen vier Kinder auf jeweils zwei Tore – ohne Torwart. Samuel Lais, einer der fünf vom SC Freiburg zum TuS Efringen-Kirchen entsandten Trainer, erklärt die Vorteile dieser ursprünglich für die Jüngsten entwickelten Anordnung: Sie fördert das Spielverständnis, denn durch den ständigen Wechsel der Mannschaften müsse man aufmerksam sein und schnell reagieren. Zweitens komme jeder mehr zum Spielen, es würden mehr Tore fallen, kurz: „Der Spaßfaktor steigt“, erläutert der 25-jährige VWL-Student und aktive Fußballer.

Drei Tage verfeinern derzeit 60 Kinder aus Efringen-Kirchen, aber auch aus Kandern und Lörrach ihre Fußballkünste beim „Füchs- le-Camp“ des SC-Freiburg. Fünf Trainer im roten Trikot kümmern sich um jeweils zwölf Kinder. Vormittags steht „normales“ Training auf dem Programm. Mit Übungen im Dribbeln und Passen, den Funiño-Partien und Torschusstraining, bei dem jeder auch einmal die Rolle des Torwarts übernehmen darf, vergeht die Zeit wie im Flug. Nachmittags wurden am ersten Tag die „Füchsle-Abzeichen“ abgelegt – für die Kinder eines der Andenken vom SC Freiburg, das sie nach dem Camp behalten. Am zweiten Tag wird eine Mini-WM ausgetragen und am dritten Tag folgt dann erstmals nach drei Jahren der Familiennachmittag, bei dem sich Eltern und Kinder im Kicken messen.

Drei Tage Fußball pur

Drei Tage müssen genug sein, sagt Lais, denn erstens wolle man möglichst vielen Vereinen in Südbaden ein „Füchsle-Camp“ ermöglichen, und zweitens sei auch bei den meisten Kindern dann die Luft raus. „Man merkt, dass sie keine so große Lust mehr haben“, hat er beobachtet. Überhaupt sei das Camp nicht leistungsbezogen, sondern es gehe um den Spaß, betont er.

„Hände waschen“, erschallt der Ruf über den Kunstrasenplatz, bevor es nach dem Training vom Platz hinübergeht auf die Terrasse der TuS-Gaststätte „Im Hölzele“, wo Wirtin Lisa Atzeni dampfende Pizzen serviert. Die Verpflegung, einschließlich Obst und Getränke ist mit inbegriffen. Weil man mit der Gaststätte kooperiere, müssten hier die Eltern keine Koch- und Spüldienste leisten, freut sich Thomas Steinmetz, der schon seit etlichen Jahren beim TuS Efringen-Kirchen die Fäden in der Hand hält beim „Füchsle-Camp“. Mit dem Wetter hat der TuS dieses Jahr großes Glück – die Hitze der vergangenen Tage pausiert. „Mein erstes Camp ohne Sonnenbrand“, freut sich „Füchsle-Camp“-Trainer Aron Schlegel.  Beim Familiennachmittag am Samstag, 20. August, sind Zuschauer und Interessierte willkommen.

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