Efringen-Kirchen Sportler müssen sich formieren

Was für die Anlage eines Mountainbike-Trails nötig ist, wurde in der jüngsten Sitzung des Egringer Ortschaftsrats erörtert.Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

In Egringen ist das Interesse an der Anlage eines Mountainbike-Trails da. Dieser kann aber nicht einfach aus dem Boden gestampft werden, sondern es gilt, einiges zu beachten. Einen ersten Überblick über die notwendigen Maßnahmen gab Ortsvorsteher Bernd Meyer in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats.

Von Ingmar Lorenz

Egringen. Ein Thema, dem bei der Anlage eines Mountainbike-Trails besondere Beachtung zukommen muss, ist die Versicherung. Das war bereits in der Sitzung vor einigen Wochen deutlich geworden, als das Thema zum ersten Mal auf der Tagesordnung des Egringer Ortschaftsrats gestanden hatte. Inzwischen, so erklärt Meyer, habe er sich in Zusammenarbeit mit dem Rathaus in Efringen-Kirchen näher mit der Materie auseinandergesetzt. Das Ergebnis: Die bereits bestehende Versicherung der Gemeinde würde den Mountainbike-Trail abdecken, allerdings wäre der Versicherungsschutz mit gewissen Auflagen verbunden. Unter anderem müssten eine korrekte Beschilderung angebracht, der Trail regelmäßig kontrolliert und bestimmte Verhaltensregeln auf der Strecke eingehalten werden.

Für all jene, die sich die Anlage des Trails wüschen, seien das also grundsätzlich gute Nachrichten. Zugleich aber zeige sich ein für das weitere Vorgehen entscheidender Punkt: Es braucht jemanden, der sich um den Trail kümmert. Meyer schwebt diesbezüglich ein Verein vor. „Rein versicherungstechnisch könnte sich zwar auch eine Privatperson um die Strecke kümmern“, so der Ortsvorsteher. Das aber erschwere die Möglichkeiten für die finanzielle Förderung des Projekts. Denn Fördermittel gibt es für den Trail nur dann, wenn der Unterhalt der Anlage für zehn Jahre sichergestellt ist. Ob eine einzelne Person aber in der Lage ist, sich zehn Jahre lang intensiv um den Mountainbike-Trail zu kümmern, sei ungewiss. Schließlich sei nicht auszuschließen, dass die betreffende Person beispielsweise nach einigen Jahren umziehen und die Region verlassen muss. Für einen Verein seien die mit dem Unterhalt verbundenen Aufgaben eher zu stemmen, ist Meyer überzeugt.

Der Ortsvorsteher hat sich ferner bereits darüber informiert, wie ein solcher Trail aussehen könnte und was beim Anlegen zu berücksichtigen wäre. In diesem Zusammenhang verweist er auf ein entsprechendes Handbuch des Naturparks Südschwarzwald, in dem auch die Fördermöglichkeiten skizziert sind.

Mountainbiker sind am Zug

Die Mountainbiker, die sich für die Anlage des Trails stark machen, sahen bislang in erster Linie die Gemeinde in der Pflicht. Seitens der Ortsverwaltung hat man den Ball nun ein Stück weit an die Sportler zurückgespielt, die sich darüber Gedanken machen müssen, wie und ob sie sich in einer Gemeinschaft zusammenschließen wollen. Diese könnte dann einen entsprechenden Antrag stellen, damit die Gemeinde die Anlage des Mountainbike-Trails in die Wege leitet. Denn auch wenn die notwendige Pflege der Anlage künftig von einem Verein übernommen werden sollte, wäre doch die Gemeinde der offizielle Betreiber.

Wo genau ein solcher Mountainbike-Trail entstehen könnte, müsste noch geklärt werden. Auch diesbezüglich könne der Naturpark Südschwarzwald beratend zur Seite stehen, erklärte Meyer.

Allerdings – dort, wo vor einiger Zeit auf Egringer Gemarkung ein inoffizieller Trail angelegt wurde, wird eine Umsetzung nicht möglich sein, betont der Ortsvorsteher.

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