Efringen-Kirchen Staunen über Turbinen und Generatoren

Interessierte Dritt- und Viertklässler der Hector Kinderakademie Efringen-Kirchen zu Gast im Wasserkraftwerk Rheinfelden Fotos: zVg Foto: Weiler Zeitung

Efringen-Kirchen. Wie kommt der Strom in die Steckdose? Die Hector-Kinder wissen es: Sie waren am 27. Februar zu Besuch im neuen Wasserkraftwerk Rheinfelden. Einmal live erleben, wie Strom hergestellt wird, ist ein besonderes Erlebnis. Damit möglichst viele Kinder in diesen Genuss kommen, bieten die Hector Kinderakademie Efringen-Kirchen und Energiedienst weitere gemeinsame Kurse an.

Zehn Kursteilnehmer der Hector Kinderakademie Efringen-Kirchen waren zu Besuch im Wasserkraftwerk Rheinfelden. Für die Energiedienst-Besucherreferenten Sabine Trapp-Brüstle und Simon Kuner sind Kinder immer willkommene Gäste. Der Wissensdurst der kleinen Besucher ist enorm, das Vorwissen erstaunlich. Als sie auf einem Fahrrad selbst Energie für Licht und Radio erzeugen können, sind sie mit Eifer bei der Sache.

Unterhaltsam und informativ führen Trapp-Brüstle und Kuner durch die Materie. In einem flotten Wechsel aus Theorie und Praxis lernen die Dritt- und Viertklässler an diesem Nachmittag viel über Turbinen und Generatoren. Einfache Schaltkreise werden gebaut und verschiedene Materialien mittels Durchgangsprüfer auf ihre Leitfähigkeit hin überprüft. Den Dynamo kennen die Kinder bereits vom Fahrrad – da ist der Weg zum Kraftwerks-Generator nicht weit. Die Mitarbeit ist großartig, da würde mancher Lehrer vor Neid erblassen.

Aber auch Flora und Fauna kommen nicht zu kurz. Fische, Fledermäuse und Vögel finden ebenso Erwähnung wie Fuchs und Biber. Die Natur rund um das Kraftwerk beherbergt viele Pflanzen und Tiere.

Bei einem Rundgang über das Kraftwerksgelände stehen die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen im Mittelpunkt. Fischtreppe und Aufstiegsgewässer sind von besonderem Interesse. Wie werden eigentlich die Fische gezählt? Schön, dass pünktlich zum Rundgang ein Biber „zufällig“ seine angenagten Hölzer hinterlassen hat.

Höhepunkt ist schließlich die Führung durch das Maschinenhaus des Kraftwerks. Schon die Geräuschkulisse beeindruckt, mehr noch allerdings die imposanten Maschinen. Hier ist eben alles eine Nummer größer. 12 000 Tonnen Stahl sind alleine im Maschinenhaus verbaut, dagegen ist der Eifelturm ein Waisenknabe. Rund 1,5 Millionen Liter Wasser fließen pro Sekunde durch die Turbinen. Die durchschnittliche Jahresproduktion von gut 600 Millionen Kilowattstunden Strom versorgt etwa 170 000 Haushalte. Da die Turbinen ihren Dienst unter Wasser verrichten, informieren Schautafeln und Modelle über die Funktionsweise der nicht sichtbaren Maschinenteile.

Soviel Information macht hungrig, doch die Energiedienst-Mitarbeiter haben vorgesorgt. Belegte Brötchen, Kekse, Saft und Wasser erfreuen sich großer Nachfrage. „Diesen Nachmittag werde ich so schnell nicht vergessen“, meinte ein Junge begeistert.

u Der nächste Hector-Workshop bei Energiedienst wird die Kursteilnehmer am 25. April in die Lehrwerkstatt des Unternehmens führen. Dort werden dann Solarboote entwickelt und gebaut, um sich anschließend ein kleines Rennen zu liefern. Am 17. Juni geht es wieder ins Wasserkraftwerk nach Rheinfelden.

Infos zum Kursangebot der Hector Kinderakademie sowie zum Anmeldeverfahren gibt es unter: www.hk-efringen-kirchen.de

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