Efringen-Kirchen Virtuose Duette und orchestrale Leuchtkraft

Die Oberbadische
Sie begeisterten in Blansingen: Das St. Michaelsconsort mit Carolina Bruck-Santos. Foto: zVg/Paßlick

Blansingen - In der sehr gut besuchten Blansinger Kirche St. Peter gab das Schopfheimer St. Michaelsconsort mit der Mezzo-Sopranistin Carolina Bruck-Santos am Sonntag ein facettenreiches, heftig beklatschtes Konzert.

Tonio Paßlick und Astrid Knöchlein vom neuen Organisationsteam der beliebten Konzertreihe konnten eingangs auf eine besondere Struktur des einstündigen und von Gabriele Haarmann informativ und unterhaltsam moderierten Konzertes hinweisen.

Ein Komponist im Fokus: Georg Friedrich Händel

Wie in früheren Projekten widmete sich das St. Michaelsconsort Schopfheim einem einzigen Komponisten, um sein Werk in seiner Vielfalt musikalisch zu dokumentieren. „Händel pur“ ist ein ganz im barocken Stil symmetrisch aufgebautes Konzertprogramm in unterschiedlichen Kammermusik-Formationen, mit bekannten und weniger bekannten Stücken.

Zu den populären gehörten die leidenschaftlich und einfühlsam zugleich intonierten Arien „Crude furie“ und vor allem „Lascia ch‘io pianga“. Gleiches galt für die die sich in der Form eines Tanzes verschnörkelten „Horn-Pipes“ mit ihren synkopischen Affekten oder zwei Gruppen von jeweils vier Spieluhrenmelodien, die jeweils zwei Celli oder zwei Violinen im virtuosen Duo-Spiel vorstellten.Matthias Weber zeigte an der Orgel, dass die Königin der Instrumente durchaus zu neckischen Effekten mit lautmalerischen Imitationen fähig ist. Die Gruppe der drei Violinen mit Gabriele Haarmann, Monika Kordowich und Thomas Schindelin fand mit der Viola von Roberta Centurione-Lenzing und den Cellistinnen Lea Hosch und Ceciel Strouken bei den umrahmenden Tutti-Stücken aus der Ouvertüre von Xerxes und der Sinfonia „Queen of Sheba“ zu orchestraler dynamischer Leuchtkraft zusammen.

Undogmatische Spielfreude

Eva Schindelin demonstrierte mit ihrer Querflöte exemplarisch die Freiheit und undogmatische Spielfreude, mit der barocke Kompositionen von unterschiedlichen Instrumenten und Schattierungen gespielt werden dürfen, und dadurch stets spannend für musikalische Entdeckungen bleiben.

Dankbar über die Wiederaufnahme nun seit dem 1. Mai dieses Jahres fortgesetzten Blansinger Konzerte nahm das Publikum auch das Angebot zum anschließenden Umtrunk vor der Kirche an. Im Herbst wird die Reihe fortgesetzt.

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