Efringen-Kirchen Wenn Hunderte alter Traktoren durchs Dorf tuckern

Rolf Mück

Welmlingen -  Beim mittlerweile zwölften Bulldogtreffen der „Bulldogfreunde Wälmlige“ kamen am Einheitsfeiertag 3500 bis 4000 Besucher, und 250 Traktoren tuckerten im Laufe des Tages auf das Festgelände. Gedränge herrschte auch in den Straßen und Gehöften im gesamten Dorfkern Welmlingens. Das diesjährige Motto lautete „rund um’s ́ Imache“, also traditionelle Methoden, um Lebensmittel durch Erhitzen und hermetisches Abdichten zu konservieren. Heute hat das Einmachen wieder einen hohen Stellenwert und wird zum Trend.

Nicht aus den Augen zu verlieren, wie Dinge früher gemacht wurden, und den Leuten immer wieder bewusst zu machen, wo ihre Lebensmittel herkommen, war das Ziel der Bulldogfreunde, wie ihr Vorsitzender Andreas Weiß erläuterte. Vor dem Einmachen steht natürlich das Anpflanzen und Ernten der Produkte, dazu hatten die Bulldogfreunde eigens eine „Bündi“ (Gemüsegarten) im Dorf angelegt.

"Bündi" im Dorf angelegt

Sämtliche eingemachten Lebensmittel, und das waren nicht weniger als 90 Sorten, stammten aus eigener Produktion des Vereins oder seiner Mitglieder. An einem Stand auf dem Festplatz wurde das „Igmachte“ präsentiert, und Ehrenpräsident Werner Wissner erläuterte den interessierten Gästen alles.

Ausgestellt waren Produkte wie Marmelade, Gelees, Chutneys, Säfte, Obst und Gemüse, auch Suurchrutt-Standen (Sauerkraut eingemacht in großen Tonkrügen) oder eingemachte Eier. Auch Eingemachtes „mal anders“ war zu bestaunen wie Schoko-Zuccini-Kuchen, Curry-Wurst, Chilli Con Carne, Linsi-Suppe und sogar ein Brot im Weck-Glas.

Curry-Wurst und Chili von Carne - alles selbstgemacht

Im Mittelpunkt des Geschehens aber standen die Traktoren, die über das Fest im ganzen alten Welmlinger Dorfkern geparkt waren und betrachtet werden konnten.

Die Bulldogs und Bulldogähnliche Gefährte, die den Weg nach Welmlingen gefunden hatten, waren manchmal mit Blumen geschmückt, teilweise liebevoll restauriert und fantasiereich ausgestattet. Es gab aber auch Oldies im original rostigen Zustand, einen amerikanischen Pick-Up oder einen alten Laster.

Manche hatten Anhänger auf denen die Familie mitreiste, andere kamen mit Einachsschleppern oder hatten abgemeldete Bulldogs aufgeladen oder im Schlepptau.

Besucher kommen von weit her

Angereist waren die Liebhaber der Oldies aus dem Freiburger Raum, vom Hochrhein und sogar aus Frankreich. Den weitesten Anfahrtsweg konnte ein Deutz aus Schwandorf/Oberpfalz in Bayern für sich beanspruchen, der aber auf einem Autoanhänger hergereist war. Die weiteste Anreise hinter sich gebracht hatte eine Abordnung aus dem Landkreis Aurich in Norddeutschland, befreundete Traktorfans der Welmlinger Bulldogfreunde, die allerdings nicht mit ihren Traktoren anreisen konnten.

Weitere Informationen: Die Bulldogfreunde, von denen allein die 47 Vereinsmitglieder stolze 140 der ausgestellten Traktor-Oldtimer besitzen, sind seit 19 Jahren als Verein organisiert. Vorher gab es sie schon als Interessengemeinschaft. Andreas Weiß (bulldogfreunde.welmlingen@gmail.com), der 2017 den Vorsitz übernommen hat, ist seit dem ersten Bulldoggtreffen mit dabei. Da der kleine Verein dieses Riesenfest nicht alleine stemmen kann, sind bis zu 160 Helfer aus dem Dorf und auch von auswärts regelmäßig an dem Fest beteiligt, das immer in geraden Jahren stattfindet und sich mit dem „Wäiefescht“ der örtlichen Feuerwehr alle zwei Jahre abwechselt.

  • Bewertung
    2

Umfrage

Weihnachtsstimmung

Die Preise steigen, alles wird teurer. Sparen Sie dieses Jahr an den Weihnachtsgeschenken?

Ergebnis anzeigen
loading