Von Jutta Schütz

Die ersten Änderungen in der Dauerausstellung im Museum Alte Schule in Efringen-Kirchen sollen ab dem Spätherbst angegangen werden. Für die ersten drei Museumsräume gibt es schon konkrete Pläne, die Museumsleiterin Maren Siegmann in einer Sitzung mit dem Museumsförderkreis vorstellte.

Efringen-Kirchen. Besonders interessant für die Bürger könnte der „Kartenraum“ werden, in dem künftig viele historische Karten der zur Gemeinde gehörenden Teilorte ausgestellt werden sollen.

Die Räume, die zuerst attraktiver und moderner werden sollen, sind die „eiszeitliche Abteilung“, der „religiöse“ Raum, in dem das Modell der Efringen-Kirchener Synagoge steht, und die Räume, in denen derzeit noch Kunst präsentiert wird. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen dann die Abteilungen, bei denen es um historische Vermessungen und um das Leben vor 100 Jahren im Ort geht, folgen. Die historisch eingerichtete Küche bleibt bestehen, kann aber um Gegenstände und anschauliche Ausstellungsstücke ergänzt werden.

„Die riesige Eisbedeckung im Eiszeitalter, unter der Efringen-Kirchen lag, will ich mit einer Winterlandschaft darstellen“, berichtete Siegmann. Wie sich die Menschheitsgeschichte mit Neandertaler und parallel dazu Homo sapiens darstellt, ist ein weiteres Thema. Interaktive Elemente wie Drehwürfel mit Fragen und Antworten sollen die Ausstellung ergänzen und spannend machen. „Fragen auf den Würfelseiten könnten sich zum Beispiel um die Ernährung der eiszeitlichen Menschen drehen.“

Siegmann will zudem in der Ausstellung den Unterschied zwischen Jung- und Altsteinzeit erklären und archäologische Funde in der Gegend vorstellen und erläutern. Das Modell des steinzeitlichen Bergwerks in Kleinkems – das Bergwerk kann übrigens beim Tag des Geotops im September dank der Mithilfe der Bergwacht besichtigt werden – wird weiter eine Rolle spielen, wird aber „aufgehübscht“.

Der jetzige „Religionsraum“ soll zu einem Raum werden, der einen Schwerpunkt auf Gegenständen aus den Ortschaften, die aus allen Zeiten stammen und deren Bedeutung man vielleicht nicht immer auf den ersten Blick erkennt, gelegt werden. Diese Gegenstände sollen in einzelnen Fächern auch mit den Händen „erfassbar“ sein. Erklärende Texte auf Kartonplatten sowie Bilder und Fotos aus den Ortschaften sollen die Gegenstände in einem Zeitkontext ergänzen.

Ein wirklich „toller Fundus“, den Efringen-Kirchen zu bieten hat, ist das im Gemeindearchiv vorhandene Material an historischen Karten. Dazu zählen Karten vom Eisenbahnbau „mit ganz vielen Details, sowie auch Wasserbaupläne mit ebenso interessanten Einzelheiten“, so die Museumsleiterin. Zu jedem Dorf gibt es Gemarkungskarten aus verschiedenen Jahrhunderten – darauf sind die Standorte historischer Gebäude zu erkennen, darunter auch die, die heute, wie etwa die Felsenmühle bei Istein, verschwunden sind.