Efringen-Kirchen Zu wenig Unfälle

Die B3 in Welmlingen kommt für die Aufstellung eines stationären Blitzers nicht in Frage. Foto: Daniela Buch

Welmlingen - Enttäuscht nahm der Ortschaftsrat Welmlingen zur Kenntnis, dass das Dorf für die Aufstellung eines stationären Blitzers an der B 3 nicht in Frage kommt. In der öffentlichen Sitzung gab Ortsvorsteher Richard Ludin die entsprechende Antwort des Landratsamts Lörrach weiter.

Im Januar hatte er sich mit der Bitte um einen stationären Blitzer ans Landratsamt gewandt, und auf wiederholte Nachfrage nun am 12. Juni eine Rückmeldung erhalten. Wie vom Fachbereich Verkehr bestätigt wurde, sei der Landkreis tatsächlich noch auf der Suche nach einem weiteren Säulenstandort. Die Auswahl und Einrichtung der stationären Messstellen erfolge dabei allein aus Gründen der Verkehrssicherheit, beurteilt nach Unfallschwerpunkten, gefahrenträchtigen Stellen, schutzwürdigen Bereichen in der Nähe von beispielsweise Schulen, Kindergärten oder Altenheimen sowie bei zu hohen Geschwindigkeiten und damit verbundener Lärmbelästigung.

Im Rahmen eines Gutachtens und unter Beteiligung unter anderem des Polizeipräsidiums Freiburg seien insgesamt acht potenzielle Standorte empfohlen worden, die auf vorhandenen Daten und ausgewerteten Unfallsteckkarten basierten und vom Kreistag im Oktober 2017 als Handlungsschwerpunkte beschlossen wurden. Der Bereich der B3 in Welmlingen sei nicht dabei.

Nach wie vor sei eine Säule noch unbenutzt, da eine Kommune die Aufstellung abgelehnt habe. Bei der derzeit laufenden Suche nach weiteren Standorten würden aktuelle Messungen der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung herangezogen. Der Gemarkungsbereich Welmlingen stelle sich hierbei als „unproblematisch“ dar.

Vollkommen unauffällig

In den vergangenen 36 Monaten habe es „lediglich fünf Unfälle mit Sachschäden und einem Leichtverletzten“ gegeben, und ein Unfall habe in Zusammenhang mit Alkoholeinfluss gestanden. „Somit liegt keine Unfallhäufungsstelle in diesem Bereich vor“, fasst die Behörde zusammen.

Ein weiterer Aspekt sei die Bewertung der „Unfallkostendichte“, nach denen das Landratsamt Handlungserfordernisse priorisiere. In dieser Untersuchung des Landes werde die Strecke als „vollkommen unauffällig“ eingestuft. Die Messungen der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung bestätigten diesen Eindruck. Im laufenden Jahr wurden bei sieben Messungen lediglich Überschreitungsquoten zwischen 0,78 und 2,68 Prozent festgestellt.

Bei der Auswahl der Standorte sei der Landkreis an objektive Kriterien gebunden, um eine Gleichbehandlung sicherzustellen. Das „subjektive Empfinden“ sei sicherlich ein anderes, da nicht nur die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit, sondern auch andere Faktoren zu einer negativen Beeinflussung und Beurteilung führten, heißt es von Seiten der Aufsichtsbehörde zu der Entscheidung.

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