Efringen-Kirchen Zusammenhalt in schweren Zeiten

Mappach - Obwohl – oder gerade weil – zu Ostern dieses Jahr aufgrund der Corona-Krise vieles anders ist, will man bei der evangelischen Kirchengemeinde Egringen, Mappach, Wintersweiler ein Zeichen setzen. Dazu ist in Mappach ein Osterweg eingerichtet worden, der dazu einlädt, eine Botschaft der Hoffnung und des Zusammenhalts zu erleben.

Auf einer Strecke von rund zwei Kilometern haben die Organisatoren die verschiedenen Stationen des Osterwegs gestaltet. Zwar steht die christliche Geschichte von Tod und Auferstehung Christi dabei nach wie vor im Vordergrund, vor allem aber gehe es darum, in einer schwierigen Zeit Hoffnung zu machen, erklärt Diakon Markus Stisi.

Nahe der Mappacher Kirche steht das erste Holzkreuz noch innerhalb des Dorfes. Dabei handelt es sich jedoch noch nicht um die erste Station des Wegs, sondern um eine Art einleitenden Info-Punkt. Es wird erklärt, was es mit dem Osterweg auf sich hat. Auch gibt es dort Flyer, auf denen sich eine Wegbeschreibung findet.

Geradeaus führt der Weg dann in Verlängerung der Kirchstraße aus dem Dorf hinaus zur ersten Station.

Diese wird – wie auch die übrigen Stationen – von einem Holzkreuz markiert. Zudem gibt es laminierte Plakate mit weiteren Informationen und Anregungen. So wird beispielsweise erklärt, dass man mit dem Handy über QR-Codes auch auf Musik, die zur österlichen Botschaft passt, zugreifen kann. Darüber hinaus gibt es Lesestoff zum Mitnehmen.

Organisation als gemeinschaftliche Leistung

Das Aufstellen der Holzkreuze sei verhältnismäßig schnell abgelaufen, blickt der Diakon zurück. Nur wenige Tage waren dazu nötig. Die Gestaltung der einzelnen Stationen lag in den Händen kleiner Gruppen und nahm mehr Zeit in Anspruch. „Wir sind auf die Leute zugegangen und haben gefragt, ob sie Interesse haben, mitzumachen“, erklärt Stisi. Und viele hatten Interesse.

Das Ergebnis sind ganz unterschiedlich gestaltete Stationen auf dem Rundweg bei Mappach, bei denen jeweils eine andere Facette der Hoffnung und des Miteinanders betont wird.

Die Gemeinschaft, die bei der Organisation an den Tag gelegt wurde, zeigt sich auch während eines kleinen Spaziergangs, bei dem Stisi einige der Stationen näher erläutert. Immer wieder kommen Mappacher, die sich an der Aktion beteiligt haben, vorbei. „Ich habe noch einige Steine dazugelegt“, sagt etwa eine Frau, die gerade auf dem Weg zurück ins Dorf ist. Die Steine, die sie meint, liegen etwas weiter oben auf dem Osterweg. Sie sind Teil einer Station, bei der die Besucher symbolisch ihre Last ablegen können.

So besteht die Möglichkeit, seine Sorgen und Nöte mit einem Edding auf einen der vorhandenen Steine zu schreiben. Es ist eine besondere Station, weil auf sehr direkte Weise deutlich wird, was die Menschen gerade in Zeiten der Corona-Pandemie bewegt. Innere Unruhe, Langeweile, finanzielle Not und die Gesundheit finden sich als Themen auf den Steinen wieder. Zugleich zeigt das Zusammenlegen der symbolischen Lasten aber auch auf eindringliche Weise, dass gerade in der Pandemie niemand mit seinen Sorgen allein ist.

Der Kirchengemeinderat Bad Bellingen, Blansingen, Kleinkems und Welmlingen lädt Interessierte dazu ein, am Ostersonntag und Ostermontag auf dem Rundweg durch Blansingen Ostern zu erleben - vorbehaltlich des Bestehenbleibens der Zusage vom Ordnungsamt. „Entdecken Sie an zehn gestalteten Stationen die Ostergeschichte. Es gibt unter anderem einen Ort zur Andacht, einen kleinen Segen, Abendmahl und ein Osterlicht“, heißt es in einer Mitteilung. „Sie können den Weg allein, zu zweit oder mit Ihrer Familie begehen. Bringen Sie für Ihre Kinder gerne ein Sammelkörbchen mit.“

Die Kirche St. Peter in Blansingen wird von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein und ist Start- und Endpunkt. Parkmöglichkeiten stehen zur Verfügung.

Es wird darum gebeten, die tagesaktuellen Corona-Vorschriften einzuhalten.

Die Kirchengemeinde freut sich über Bilder und Feedback per E-Mail an blansingen@kbz.ekiba.de.

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