Eimeldingen Armut nimmt durch Krise noch mehr zu

Willy und Asuna Schneider bei einem Besuch im Kinderheim „Malaika“ Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Eimeldingen/Kenia . Den „Malaika“-Kindern geht es auch in der Krise gut, das berichtet Pfarrer Willy Schneider in seinem Newsletter des Vereins „Afrikanische-Deutsche Partnerschaft Malaika“. Der Verein wurde vom ehemaligen Eimeldinger Pfarrer und seiner Frau Asuna gegründet und unterstützt das Malaika-Kinderheim in Kenia seit vielen Jahren. Um die Spender zu informieren, leitete Schneider einen Rundbrief vom Leiter von Malaika, Luke Shitekha, weiter.

Der Leiter berichtet, dass weder die Kinder noch die Betreuer mit Corona angesteckt wurden. Im Juni bekam das Kinderheim sogar Besuch von medizinischen Mitarbeiter einer befreundeten Klinik. Sie führten eine Reihenuntersuchung bei allen Kinder durch.

Doch die meisten Kinder leben wegen der Schließung der Kinderheime und Schulen derzeit bei ihren Betreuern oder Familien. Nur die 15 Abschlussklässler des Kinderheims konnten sich in der Schule bereits auf ihre Prüfungen vorbereiten. Dafür seien die Lehrer eigens in die Schule gekommen, um mit den Schülern zu lernen, so Shitekha.

Allerdings ab September plane die kenianische Regierung damit, dass alle Kinder den Schulunterricht wieder besuchen können. Daher laufe vorläufig der Kinderheim-Betrieb noch auf Sparflamme, bis alle Schützlinge wieder zurückgekehrt sind. Doch Shitekha schreibt auch: „Viele Familien haben wegen der Krisen-Situation Versorgungsprobleme. Die Menschen hier sind verunsichert und verarmen zusehends.“ Aber die auswärtigen Kinder werden dennoch vom Heim extern weiter unterstützt.

Daher freue sich Shitekha sehr über die Spenden der Bezirksregierung in Kakamega: sechs Flaschen Öl, zwölf Kilogramm Zucker und Reis, sechs feste Seifen, sechs Packungen Salz und Mais sowie einen Wassertank zum Händewaschen.

„Wir danken Gott dem Allmächtigen für die Gnade, die er uns im Juni gezeigt hat“, schreibt Shitekha und berichtet auch von der angegliederten Farm, die gut gedeihe, und daher dort bald Kochbananen und Mais geerntet werden können.

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