Eimeldingen Auch abgespeckte Abstellanlage hat Vorteile

In der Nähe des Bahnhofs soll die Fahrradabstellanlage gebaut werden. Foto: Die Oberbadische

Eimeldingen - Die Fahrrad­abstellanlage westlich der Bahnlinie soll noch dieses Jahr gebaut werden. Der Verwaltung schwebte zunächst eine Konstruktion mit Glasdach vor. Nach der Ausschreibung sieht die Situationen nun anders aus. Denn der Preis für einen Unterstand dieser Art hätte das Budget der Gemeinde gesprengt. Stattdessen soll nun eine preisgünstigere Variante – mit Blech-Dach – gebaut werden.

Die ursprünglich geplante Abstellanlage sei im April ausgeschrieben worden. Die Anzahl der eingereichten Angebote sei ernüchternd gewesen, erklärte Bürgermeister Oliver Friebolin in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Von den insgesamt sieben zur Angebotsabgabe aufgeforderten Firmen habe nur eine ein Angebot eingereicht. Dieses lag jedoch mit einem Preis von 171 700 Euro deutlich über der Kostenschätzung, weshalb die Ausschreibung aufgehoben wurde. „Wir haben daraufhin die Gewerke nochmals getrennt ausgeschrieben“, erklärte der Bürgermeister. Von den neun Firmen, die zur Abgabe eines Angebots für die Tiefbauarbeiten aufgefordert wurden, ging erneut nur ein einziges Angebot zum Preis von rund 83 000 Euro ein.

Für die Abstellanlage selbst wurden drei Alternativen vorgelegt. Friebolin sprach sich in der Sitzung für die preisgünstigste Variante aus. Diese hat zwar nicht die angedachten Glaswände und das Glasdach, sondern ist nach hinten offen, hat dafür aber aus Sicht des Bürgermeisters den Vorteil, dass das Pultdach mit Trapezblech rund zehn Zentimeter breiter als die Dachlösungen bei den teureren Alternativen ist. Die Anlage schlägt mit 39 500 Euro inklusive Lieferung und Montage zu Buche. Die Gemeinderäte folgten dem Vorschlag der Verwaltung einmütig, die günstigste Variante zu erwerben und die Tiefbauarbeiten zum Preis von 83 000 Euro zu vergeben. Zudem betonten die Gemeinderäte, dass geprüft werden müsse, ob die geplante Beleuchtung für die Fahrrad­abstellanlage auch ohne Glasdach noch ausreiche. Auch Friebolin betonte: „Es darf keine dunkle Ecke werden.“

Mit Blick auf die Gesamtkosten von weit mehr als 100 000 Euro äußerte ein in der Sitzung anwesender Bürger sein Unverständnis. Zwar könne die Verwaltung nichts für die hohen Kosten, trotzdem seien diese aus seiner Sicht unverhältnismäßig hoch.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    1

Newsticker

blank

Umfrage

E-Auto

Bosch-Chef Volkmar Denner warnt davor, sich bei der Klimadebatte auf die Elektromobilität festzulegen. Er benutze ein Fahrzeug mit hocheffizientem Diesel-Motor und sehr viel geringerem CO2-Ausstoß. Wie stehen Sie dazu?

Ergebnis anzeigen
loading