Eimeldingen Behörden haben keine Einwände

Der Bebauungsplan für den Solarpark bei der A 98 ist beschlossen worden. Foto: sba

Eimeldingen - Der Solarpark in der Nähe der A 98 in Eimeldingen kommt der Umsetzung einen weiteren Schritt näher. Der Bebauungsplan wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung beschlossen.

Bereits vor gut einem Jahr hatte der Gemeinderat für die Aufstellung des Bebauungsplans gestimmt. Inzwischen hat die frühzeitige Beteiligung stattgefunden. Zwar waren in deren Zuge keine Stellungnahmen der Öffentlichkeit eingegangen, dafür aber von Behörden und Trägern öffentlicher Belange, legte Stephan Färber von der Stadtbau Lörrach dar. Die Anmerkungen führten zwar dazu, dass Details der Planung angepasst werden mussten, grundsätzliche Änderungen gebe es aber nicht.

Seitens des Landratsamts war unter anderem angeregt worden, eine alternative Fläche für das Aufstellen der Anlage in Betracht zu ziehen, die aber nach einer entsprechenden Prüfung durch die Stadtbau Lörrach nicht infrage komme. Der Bereich Waldwirtschaft hatte zudem angeregt, das Baufenster zu verkleinern, um den Abstand zum angrenzenden Wald einzuhalten. Aus Sicht der Stadtbau Lörrach reiche es aber aus, die vom Waldabstand betroffene Fläche zu kennzeichnen, so dass der Betreiber Sorge tragen kann, dass sich etwa bei gefährlicher Wetterlage niemand im Gefahrenbereich aufhalte. Die Bebauung indes könne aus Sicht der Stadtbau Lörrach wie geplant bis zum Ende des Baufensters erfolgen.

Hinsichtlich der Erreichbarkeit der angrenzenden Grundstücke müsse die Planung dahingehend verändert werden, dass ein unbebauter Streifen am Rand des Baufensters die Zufahrt ermögliche. Auch müsse ein ausreichender Pflanzstreifen am Rand der Bebauung mit eingeplant werden, der auch als Sichtschutz dienen soll.

Autofahrer nicht blenden

In den Stellungnahmen war darüber hinaus gefordert worden, dass sichergestellt wird, dass die Autofahrer auf der A 98 von den Solaranlagen nicht geblendet werden. Dies sei laut Färber ausgeschlossen. Allerdings hakte Gemeinderat Sven Herfort an diesem Punkt nach. Denn auch mit Blick auf den gegenüberliegenden Aussiedlerhof müsse sichergestellt werden, dass es keine negativen Auswirkungen durch reflektiertes Sonnenlicht gebe. Auch diesbezüglich sah Färber kein großes Problem. Es könne allerhöchstens eine „Aufhellung“ wahrgenommen werden. Im Übrigen seien die Anlagen aber so beschaffen, dass sie generell wenig Licht zurückwerfen. Man werde die Sache aber nochmals prüfen.

Auf Nachfrage von Gemeinderätin Birgit Pohl legte Färber zudem dar, dass die mit der Entstehung des Solarparks einhergehende Erhöhung der Biodiversität auf der Fläche durch ein Monitoring überwacht wird – voraussichtlich fünf Jahre lang.

Da unter anderem angedacht ist, dass die Fläche unter den Anlagen, die in 70 Zentimetern Höhe entstehen sollen, zum Beispiel mit Schafen bewirtschaftet wird, fragte Alexandra Haug, wie sichergestellt werde, dass diese Bewirtschaftung auch tatsächlich stattfinde. Auch diesbezüglich werde er nochmals nachhaken, versprach Färber, die Antwort nachzuliefern.

Dem Bebauungsplan stimmte der Gemeinderat schließlich einmütig zu. Bürgermeister Oliver Friebolin betonte abschließend nochmals die positiven Effekte, die die Anlage mit sich bringen wird. Schließlich könnten durch sie rein rechnerisch zehn Prozent der Eimeldinger Haushalte mit Strom versorgt werden. Das Thema Solarpark an der A 98 wird in absehbarer Zeit auch in der Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbands Vorderes Kandertal (GVV) erneut zur Sprache kommen, wenn es um Details zum Flächennutzungsplan geht, da die Zuständigkeit beim GVV liegt.

Der Countdown läuft: nur bis zum 22. Mai - Sichern Sie sich Ihre SUPERPRÄMIE! Gleich HIER anfordern.

  • Bewertung
    1

Umfrage

urn-newsml-dpa-com-20090101-191029-99-500330_large_4_3.jpg

Die neue Landesregierung will mehr Cannabis für den Eigenbedarf tolerieren. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading