Eimeldingen Beraten, kontrollieren, absichern

Das Corona-Virus stellt auch die Verwaltung des GVV vor große Herausforderungen.Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

Die Verwaltungen müssen viel unternehmen, um die Herausforderungen, welche die Corona-Krise mit sich bringt, zu stemmen. Es gilt, die Regelungen aufzuzeigen, die Einhaltung zu kontrollieren, zu beraten und sich für die Zukunft zu wappnen. Was der Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal (GVV) in dieser Situation leistet, erklärte Dominik Kiesewetter.

Von Ingmar Lorenz

Eimeldingen/Vorderes Kandertal. „Der GVV arbeitet eng mit den Gemeinden zusammen“, erklärte der GVV-Geschäftsführer in der jüngsten Sitzung des Eimeldinger Gemeinderats, die er dazu nutzte, über die aktuelle Corona-Situation zu informieren.

Der GVV gibt unter anderem Hinweise zur Quarantäne-Pflicht. Insgesamt mehr als 200 Bescheide wurden bereits erlassen. Diese Zahl umfasst sowohl die tatsächlich Infizierten als auch die Kontaktpersonen, die innerhalb des GVV leben.

Wie Kiesewetter erklärte, verteilen sich die Fälle auf alle zum Verwaltungsverband gehörenden Gemeinden. „Es gibt keine weißen Flecken“, veranschaulichte er.

Rechtliche Grundlage

Kiesewetter gab zudem einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen. Dabei gebe es einiges zu beachten, weil es von verschiedenen Ebenen verschiedene Anordnungen gibt, die sich teils ergänzen, sich teilweise aber auch gegenseitig aufheben. Zudem werden die geltenden Regelungen immer wieder an die aktuelle Situation angepasst, was es nicht einfacher mache, den Überblick zu behalten.

Quarantäne und Isolation

Kiesewetter erklärte unter anderem den Unterschied zwischen Quarantäne und Isolation. Zusammengefasst gilt dabei: Infizierte und Kontaktpersonen begeben sich in Quarantäne, bei wem coronatypische Symptome auftreten, muss sich isolieren.

Um sicherzustellen, dass sich die Personen, die sich in Quarantäne befinden, auch an die Anordnung halten, seien Kontrollanrufe durchgeführt worden. Das Ergebnis sei durchweg positiv, berichtete Kiesewetter. Er habe fast alle in Quarantäne befindlichen Personen zu Hause telefonisch erreichen können.

Eindrücke am Telefon

Zudem habe er in Erfahrung gebracht, wie es den infizierten Personen geht. Die Eindrücke seien vielfältig, so der Geschäftsführer. „Bei manchen zeigen sich gar keine Symptome, während andere noch am Ende der Quarantäne gesundheitliche Probleme haben.“

Eine wichtige Aufgabe der GVV-Verwaltung sei es, umfangreiche Beratungsangebote zu machen, wies Kiesewetter auf die Arbeit der vergangenen Wochen und Monate hin. Man habe zudem sicherstellen müssen, dass die Verwaltung handlungsfähig bleibt, etwa indem Angestellte von Zuhause aus arbeiten. Auch wurde Schichtarbeit eingeführt, um bei einem möglichen Corona-Fall nicht die gesamte Belegschaft in Quarantäne schicken zu müssen. Zudem setze man vermehrt auf Video-Konferenzen und habe ein Online-Verfahren für die Terminreservierung auf die Beine gestellt. Durch dieses wird vermieden, dass sich in der Verwaltung Besuchergruppen bilden.

Die Zukunft im Blick

In den Schulen wurde viel getan, um die Digitalisierung voranzubringen, wies Kieswetter unter anderem auf die Anschaffung von entsprechenden Endgeräten hin, die bei Home-Schooling an die Schüler verteilt werden können.

Mit dem Blick nach vorne erklärte Kiesewetter, dass man bereits einen Plan für die Notbetreuung der Kindergärten und Schulen für Frühjahr und Sommer 2021 organisiere.

Die Lage in Eimeldingen

Bürgermeister Oliver Friebolin griff einige der genannten Punkte auf und legte die Situation der Gemeinde dar. So sei etwa auch im Eimeldinger Rathaus der Schichtdienst eingeführt worden. Darüber hinaus mahnte Friebolin dazu, die Situation ernstzunehmen. „Das Virus ist kein Fake. Ich kann keine Zahlen nennen, aber auch Eimeldingen ist betroffen.“ Die Gemeinde sei bezüglich der Pandemie keine Insel der Glückseligen, so Friebolin. „Wir haben noch einen langen, steinigen Weg vor uns, bevor wir dieses Krise dann endlich hinter und lassen können.“ Für die wertvolle Unterstützung des GVV und besonders von Geschäftsführer Dominik Kiesewetter bedankte sich der Bürgermeister.

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