Eimeldingen Betreuung an Bedürfnisse angepasst

Auch die Gemeinde Eimeldingen setzt auf die Zusammenarbeit mit Tageseltern (Symbolbild) Foto: sba

Eimeldingen - Die Gemeinde Eimeldingen begegnet der weiterhin steigenden Nachfrage für die U3-Betreuung: In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat eine Erweiterung der Kooperationsvereinbarung zum Tagesmuttermodell zwischen der Gemeinde und dem „Wunderfitz“ in Weil am Rhein.

„Der Bedarf steigt weiterhin“, erklärte Cornelia Flury, die die Erweiterung der Kooperationsvereinbarung im Gemeinderat vorstellte. Bereits seit 2012 arbeiten die Gemeinde und das „Wunderfitz“ in Weil am Rhein dabei Hand in Hand. Der Fachdienst agiert sozusagen als vermittelnde und begleitende Instanz. Tagespflegepersonen melden ihre freien Plätze dem Fachdienst, der diese dann wiederum an Eimeldinger Eltern vermittelt, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind suchen. Darüber hinaus ist das „Wunderfitz“ auch Ansprechpartner für Eltern und Tagespflegepersonen, es führt eine Warteliste und macht regelmäßig Hausbesuche bei den Tageseltern.

Die Betreuungsleistungen richten sich bislang an Kinder im Alter von elf bis 24 Monaten. Um den sich ändernden Anforderungen bei dieser U3-Betreuung gerecht zu werden, beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun ein ganzes Bündel an Anpassungen. So steigt die Zahl der Plätze ab dem 1. September von zehn auf 15. Vier können im Platz-Sharing genutzt werden. Zudem richtet sich die Erweiterung der Kooperationsvereinbarung künftig an Kinder bis 36 Monate. Kommunal gefördert wird die Betreuung mit drei Euro pro Stunde bei maximal 30 Betreuungsstunden zuzüglich 50 Prozent der nachgewiesenen Sozialleistungen.

Damit steigen für die Gemeinde die Kosten. Während sich die gesamte Förderung bisher auf rund 51 000 Euro pro Jahr belief, fallen künftig etwa 76 000 jährlich an.

Gleichzeitig ließ die Verwaltung keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Erweiterung der Kooperationsvereinbarung vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs schlicht notwendig ist. „Wir sind darauf angewiesen“, erklärte Cornelia Flury hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Tageseltern. Bürgermeister Oliver Friebolin wies zudem darauf hin, dass sich auch die geplanten Neubaugebiete auf den Bedarf auswirken werden.

Private Zuzahlungen ermöglichen mehr Betreuungsstunden

Auf Anraten der Verwaltung stimmte der Gemeinderat zudem dafür, einen Satz aus der Erweiterung der Kooperationsvereinbarung zu streichen. Dieser sah vor, dass die Tagespflegeperson keine private Zuzahlung von den Eltern verlangen kann. „Wenn wir diesen Satz drin lassen, reden wir bald wieder über das Thema“, prognostizierte Flury.

Denn in diesem Fall würden die Betreuungsleistungen der Tagespflegepersonen für insgesamt 9,50 Euro pro Stunde erfolgen – der Betrag setzt sich aus den 6,50 Euro, die der Kreis zuschließt, und den drei Euro von der Gemeinde zusammen – und wäre wie bislang auf maximal 30 Wochenstunden gedeckelt. „Das ist nicht mehr zeitgemäß“, so Flury.

Durch die Erweiterung der Kooperationsvereinbarung haben Eltern nun künftig die Möglichkeit, mehr weitere Betreuungsstunden in Anspruch zu nehmen. Die Eltern und die Tagespflegeperson einigen sich dabei jeweils auf die Konditionen, was auch ein Plus an Flexibilität bedeutet. Diese zusätzliche Zeit, die über die 30 bezuschussten Wochenstunden hinausgeht, wird von den Eltern aus privater Tasche finanziert.

Die Gemeinderäte stimmten der Erweiterung der Kooperationsvereinbarung ohne die Reglementierung der privaten Zuzahlung einmütig zu. Gemeinderätin Silke Voß-Schwarz war aus Gründen der Befangenheit für die Behandlung des entsprechenden Tagesordnungspunkts vom Ratstisch abgerückt.

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