^ Eimeldingen: Debatte über Notstromaggregate - Eimeldingen - Verlagshaus Jaumann

Eimeldingen Debatte über Notstromaggregate

Beatrice Ehrlich
Die Feuerwehr muss stets einsatzbereit sein, auch bei einem Blackout. Deshalb soll das mobile Eimeldinger Notstromaggregat vorerst hier untergestellt werden, ob dann noch ein weiteres, stationäres, hinzukommt, ist nicht gewiss. Foto:  

Wie wahrscheinlich ist ein Blackout?

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Eimeldingen den Beschluss gefasst, ein mobiles, dieselbetriebenes Notstromaggregat für die Reblandhalle zum Preis von rund 120 000 Euro anzuschaffen und die elektrischen Anlagen im Feuerwehrgerätehaus für weitere rund 130 000 Euro sanieren zu lassen. 250 000 Euro stehen im Haushalt für die Notstromversorgung der Feuerwehr und der Reblandhalle zur Verfügung.

Marco Berger vom Planungsunternehmen Müller aus Freiburg hatte zuvor verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Sinnvoll sei, bei der Feuerwehr ein festes Aggregat zu stationieren. Ein mobiles Aggregat stehe erfahrungsgemäß im Notfall – also im Fall eines „Blackouts“ von 72 Stunden und mehr – oft nicht dort, wo es gebraucht werde. Zunächst müsse aber die Elektrik im Feuerwehrhaus ertüchtigt werden, mahnte der Fachmann, einschließlich des gealterten Leitungsnetzes.

Mit der Idee eines mobilen, auf einen Anhänger montierten Notstromaggregats für den Anfang zeigten sich alle Gemeinderäte einverstanden. Dieses soll zunächst bei der Feuerwehr untergestellt werden. An der Notwendigkeit eines zweiten, fest installierten Aggregats, melden indessen Mitglieder des Gemeinderats Zweifel an. Gemeinderätin Birgit Pohl machte geltend, das ein Notstromaggregat nur im Katastrophenfall zum Einsatz kommen solle, nicht schon, wenn einmal für vier Stunden der Strom ausfalle. Der Aufwand – die Bevorratung mit Dieselkraftstoff und das regelmäßige Anschalten des Aggregats zur Überprüfung der Funktionstüchtigkeit – sei erheblich.

Im Blackout- und Katastrophenfall sei die Gemeinde zuständig, erinnerte Bürgermeister Oliver Friebolin. Die Gefahr eines Blackouts steige in dem Maß, in dem immer mehr Strom, etwa für E-Mobilität und Wärmepumpen, benötigt werde, ohne zuvor die Netze zu ertüchtigen, machte Berger deutlich.

Zur Idee von Gemeinderätin Elisabeth Azem, die gemeindeeigenen PV-Anlagen im Notfall für den eigenen Bedarf zu nutzen, sagte er, dies sei zwar technisch, aber derzeit gesetzlich nicht möglich. Im Fall eines Stromausfalls würden sich die Anlagen abschalten. Dies wollte Azem so nicht hinnehmen. Sie forderte, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um zumindest handlungsfähig zu sein, wenn sich an der rechtlichen Situation etwas ändere.

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