Eimeldingen Die vorhandenen Potenziale besser nutzen

Weiler Zeitung
Unter anderem durch den Busbahnhof ist die Gemeinde Eimeldingen gut angebunden. Es gibt gerade bei den Taktungen aber noch Luft nach oben. Foto: Ingmar Lorenz

Eimeldingen (ilz). Die Gemeinde Eimeldingen begrüßt den jüngsten Vorstoß der Landesregierung zum ÖPNV, durch den gerade die Anbindungen von ländlich geprägten Regionen verbessert werden sollen. Im Gespräch mit unserer Zeitung macht Bürgermeister Oliver Friebolin mehrere „Baustellen“ aus, an denen es in Eimeldingen Potenzial für Verbesserungen gibt. Unter anderem sollte bei der Taktung des Schienenverkehrs nachgebessert werden, erklärt der Bürgermeister. Mit den Umstellungen im Zuge des Fahrplanwechsels sei die Gemeinde vor allem bei den Zügen in Richtung Freiburg „abgehängt worden“. Besonders für Berufspendler, die morgens Richtung Norden müssen, sei das ein Problem. Insgesamt sollte die Taktung besser abgestimmt werden, findet Friebolin.

Durch den Busbahnhof ist Eimeldingen zwar gut an die Städte und Gemeinden in der Region angebunden, auch hier gebe es aber bezüglich der Taktung noch Luft nach oben, so der Bürgermeister.

Darüber hinaus müsse dem Radverkehr künftig eine höhere Bedeutung zukommen. Das Verlegen des Radwegverkehrs in den Bereich entlang des Rheinufers hält der Eimeldinger Bürgermeister nach wie vor für die beste Lösung. Sein Vorschlag habe bei den zuständigen Stellen im Landratsamt jedoch kein Gehör gefunden.

Was den Vorstoß der Landesregierung zu Angeboten des öffentlichen Personennahverkehrs angeht, die über Bus, Bahn und Rad hinausgehen, bleibt der Bürgermeister zurückhaltend. Den zuständigen Stellen in Stuttgart schwebt vor, die Erreichbarkeit im ländlichen Raum durch Sammeltaxis oder Fahrdienste zu verbessern. In der Nachbargemeinde Efringen-Kirchen ist ein solches Modell durch den Bürgerbus bereits seit geraumer Zeit Realität. Allerdings, so betont Friebolin, könne man die Situation in den beiden Kommunen diesbezüglich kaum vergleichen. Denn in Efringen-Kirchen gehe es immer auch darum, die Erreichbarkeit in den Teilorten zu verbessern. In Eimeldingen entfalle diese Aufgabe.

Positiv hebt Friebolin in diesem Zusammenhang die in Eimeldingen vorhandenen Infrastruktur und die Angebote im Bereich Einzelhandel hervor. Vieles können die Bürger vor Ort erledigen oder erhalten. Ein ehrenamtlich organisierter Fahrdienst könne aber trotzdem Sinn ergeben, etwa wenn es darum geht, Senioren zum Facharzt nach Lörrach oder Weil am Rhein zu bringen.

Die neue ÖPNV-Strategie, die die Landesregierung kürzlich skizziert hat, sieht unter anderem vor, dass die Fahrgastzahlen im ÖPNV bis 2030 verdoppelt werden und auch ländliche Regionen mit den „Öffentlichen“ fast rund um die Uhr erreichbar sein sollen.

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