Eimeldingen Ein Stück regionale Stromerzeugung

An der A 98 auf Eimeldinger Gemarkung soll ein Solarpark mit rund 1700 Modulen entstehen.Foto: sba Foto: Weiler Zeitung

Ein weiterer Schritt in Richtung Solarpark an der A 98: Der Eimeldinger Gemeinderat nahm die nötige und angestrebte Änderung des Flächennutzungsplans zur Kenntnis, die wiederum vom Gemeindeverwaltungsverband am 1. Oktober beschlossen werden soll.

Von Ingmar Lorenz

Eimeldingen. Die Änderung des Flächennutzungsplans, die der GVV beschließen muss, ist nötig, um die Aufstellung des Bebauungsplans für den Solarpark in der Nähe der Autobahn zu ermöglichen.

Stephan Färber von der Stadtbau Lörrach präsentierte die jüngsten planerischen Schritte, nachdem das Vorhaben an sich bereits vor einigen Monaten im Gemeinderat vorgestellt worden war. Die Planung für das Projekt ist insofern nicht ganz einfach, als dass neben dem Flächennutzungsplan auch der Regionalplan tangiert wird. Denn das betreffende rund ein Hektar große Areal an der Gemarkungsgrenze zu Weil am Rhein liegt laut Regionalplan in einer sogenannten Grünzäsur. Dieser Umstand habe es nach Rücksprache mit dem Regionalverband notwendig gemacht zu prüfen, ob andere Standorte in der Nähe für die Errichtung des Solarparks möglicherweise besser geeignet seien, erklärte Färber. Insgesamt wurden fünf Standorte überprüft, wobei man letztlich zu dem Ergebnis kam, dass das ursprünglich vorgesehene Areal – genannt „See-Rain“ – den Anforderungen am besten entspricht.

Rund 1700 Module sollen, wenn alles nach Plan läuft, an der A 98 errichtet werden. „Das ist keine Großanlage, aber ein Beitrag zur regionalen Energiegewinnung“, legte Färber dar.

Der Regionalverband habe bereits Zustimmung signalisiert. Der GVV wird nun über die Änderung des Flächennutzungsplans beraten, bevor der eigentliche Bebauungsplan aufgestellt werden kann.

Ökologische Maßnahmen sind für Gemeinderat von großer Bedeutung

In diesem werde dann auch festgelegt, wie die genaue Gestaltung des Solarparks aussehen soll, erklärte Färber auf Nachfrage von Gemeinderätin Elisabeth Azem. Vorgesehen ist, dass die Module mit einer Bodenfreiheit von etwa 75 Zentimetern und mit einer leichten Neigung angebracht werden sollen.

Erneut wiesen die Mitglieder des Gemeinderats zudem darauf hin, dass ihnen die Berücksichtigung der ökologischen Facetten bei der Umsetzung des Vorhabens am Herzen liegt. Bereits als das Projekt erstmals im Gemeinderat vorgestellt wurde, hatte man seitens des Gremiums auf einen entsprechenden Leitfaden des Landes Baden-Württemberg hingewiesen. Dem Bauherrn sei der Wunsch des Gemeinderats bekannt, versicherte Färber. Auch der Leitfaden des Landes liege ihm vor. Welche konkreten ökologischen Maßnahmen aber umsetzbar sind, müsse die weitere Planung zeigen.

Der Countdown läuft! Jetzt bis zum Jahresende gratis lesen. Schnell HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Alexej Nawalny

Der Fall Nawalny bringt die Bundesregierung in Zugzwang, sollte Moskau bei der Aufklärung weiterhin mauern. Ist eine Neuausrichtung der deutschen Russland-Politik jetzt unvermeidbar?

Ergebnis anzeigen
loading