Eimeldingen First Responder im Aufbau

Beatrice Ehrlich
In Eimeldingen haben die First Responder kein spezielles Fahrzeug wie in Efringen-Kirchen (siehe Bild). Die Ersthelfer rücken mit dem Privat-Wagen und einer Notfalltasche aus.                                                                                                                                                                                                                                                               Foto: Archiv/Silke Hartenstein

Eimeldingen - Auf Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Eimeldingen soll es in der Rebland-Gemeinde künftig auch „First Responder“ geben. Sieben Feuerwehrleute, die eine Sanitätsausbildung vorweisen können, wollen sich künftig in dieser Form als Ersthelfer engagieren, berichtete Kommandant Thorsten Ehrengarth im Gemeinderat. First Responder werden tätig, wenn die nächstgelegene Rettungswache in Binzen nicht besetzt ist. Sie überbrücken dann die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes aus Müllheim, Kandern, Lörrach oder Basel. Yvonne Ehrengarth – Ausbilderin beim DRK-Kreisverband Lörrach habe sich bereit erklärt, die Leitung der neugebildeten Gruppe zu übernehmen. Sie würde im Bedarfsfall auch Einsatznachbesprechungen nach besonders belastenden Einsätzen organisieren. Die ärztliche Leitung der „First Responder“ will der Weiler Arzt Bernd Porten übernehmen, der selbst viele Jahre als Notarzt tätig war.

Als erste bei Einsätzen in nächster Nähe

Alle Teilnehmer sollen mit persönlichen Notfalltaschen ausgerüstet werden, um jederzeit zu Notfällen ausrücken zu können. Die Einsätze jeweils des First Responders, der dem Geschehen am nächsten ist, erfolgen im eigenen Auto, bei Bedarf kommen die anderen in einem Mannschaftstransporter nach. Ehrengarth rechnet mit 25 bis 30 Einsätzen im Jahr. Er hofft, weitere Freiwillige für diesen Dienst gewinnen zu können, Voraussetzung ist eine abgeschlossene Sanitäts ausbildung. Für seine Initiative erntete Ehrengarth aus den Reihen des Rats viel Lob und Anerkennung. „Dafür zolle ich großen Respekt“, sagte etwa Gemeinderätin Elisabeth Azem. „Jede Minute wird unglaublich lang, wenn man Hilfe braucht“. „Unsere Unterstützung“ haben sie, erklärte Bürgermeister Oliver Friebolin zusammenfassend für den gesamten Gemeinderat.

Insgesamt rund 5000 Euro kostet die Ausrüstung der „First Responder“ mit Notfalltasche (300 Euro), Einsatzjacke (160 Euro), Schutzbrille (18 Euro) und einem AED-Gerät. Für die Deckung dieser Summe sollen Spenden eingeworben werden.

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