Eimeldingen Förderung würde wegfallen

Ob die Reblandhalle nun trotz Corona-Einbußen saniert werden kann, wird im Gemeinderat abgestimmt. Foto: Ingmar Lorenz

Bereits Ende Juni wurde bekannt gegeben, dass die Gemeinde Eimeldingen eine Förderung vom Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) für die Sanierung der Reblandhalle erhält. Doch nach der vergangenen Gemeinderatssitzung steht nun doch ein Fragezeichen hinter dem Projekt. Die Entscheidung soll in der nächsten Sitzung gefällt werden.

Eimeldingen - Grund für die Überlegung, die 40 Jahre alte Reblandhalle womöglich nicht zu sanieren, ist das Geld. Während der Sitzung gab Bürgermeister Oliver Friebolin einen Einblick in die Finanzlage der Gemeinde: Durch die Corona-Krise werden der Gemeinde rund 300 000 Euro fehlen.

„Auch nächstes Jahr sieht es nicht besser aus“, teilte Friebolin mit. Durch die Förderung habe die Gemeinde zwar wieder 500 000 Euro in der Rückhand, allerdings müsste sie den Rest der Aufwendung des rund 3,3 Millionen teuren Projekts stemmen.

Einsparungen möglich

Dass man das Vorhaben einfach in kleinere Abschnitte aufteilt, gehe laut Friebolin nicht: „Die Gewerke hängen alle miteinander zusammen und können daher nicht einzeln angegangen werden.“ Dabei spricht der Bürgermeister vor allem die Heizungen an. Deren Leitungen sollen in Zukunft bis ans Dach reichen. Schließlich brauche es derzeit einiges an Vorlauf, um die Halle bei Veranstaltungen wie Neujahrsempfänge zu wärmen. Bei dieser Sanierung ist nicht nur das Dach Bestandteil, sondern auch der alte Öltank, der soll durch einen Gas-Brenn­wert-Kessel ersetzt werden.

Einsparungen, um die Sanierung doch noch umsetzen zu können, sieht Friebolin im Dach. Anstatt dem geplanten Pultdach über der Sporthalle könnten laut Kostenschätzung 150 000 Euro eingespart werden, wenn man stattdessen beim Flachdach bleibt. „Dennoch würden die Kosten sich immer noch auf 3,1 Millionen Euro belaufen“, sagte Friebolin. Bei den Nebenräumen würden die Flachdächer beibehalten werden. Diese sollen jedoch bei der Maßnahme begrünt werden.

Förderung verfällt

Da die Fenster und die Eingangstür der Halle schon des Öfteren Ziel für Vandalismus waren, müsse sich der Rat auch noch überlegen, ob überhaupt wieder eine Lichtkuppel in Frage komme. „Da wir vorhaben, auf LED-Beleuchtung umzusteigen, können wir eigentlich auf diese verzichten“, sagte Friebolin.

Erst in der nächsten Sitzung des Gemeinderats soll entscheiden werden, ob die Sanierung umgesetzt oder erst einmal auf Eis gelegt wird. Doch Friebolin sagt klar: „Wenn wir die Förderung nicht wahrnehmen, wird sie verfallen. Und ob wir je wieder eine solche Unterstützung vom Land erhalten, ist ungewiss.“ Außerdem habe die Gemeinde schließlich um diese Unterstützung beim Land gekämpft.

Denn eigentlich war Eimeldingen in der ersten Runde des Programms nicht bedacht worden. Erst bei der Rückflussrunde hatte Eimeldingen dann den Höchstbetrag zugesprochen bekommen. Im Zuge dessen hob Friebolin hervor, wie froh er dabei über die Unterstützung durch das Landratsamt Lörrach und das Regierungspräsidium Freiburg gewesen ist.

Wichtiger Treffpunkt

Außerdem hob der Bürgermeister erneut die Wichtigkeit der Sanierung hervor: „Nach 40 Jahren muss ein Gebäude saniert werden, vor allem da die Reblandhalle ein zentraler Treffpunkt für die Gemeinde darstellt.“ Diese biete schließlich Platz für Veranstaltungen, VHS-Kurse, Seniorenkochen, Badminton, Schulsport und die Musikschule Markgräflerland, zählte Friebolin auf.

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