Eimeldingen Für neuen Schwung nach der Krise

Die IG Eimeldingen hofft, dass Veranstaltungen wie das Sommerfest 2019 bald wieder möglich sind.Foto: Archiv/Daniela Buch Foto: Weiler Zeitung

Coronabedingt musste die IG Eimeldingen ihre Tätigkeiten seit Beginn des Jahres 2020 stark einschränken. Viele wichtige Veranstaltungen konnten nicht stattfinden. Untätig war man aber trotzdem nicht. Denn wo immer es möglich war, folgte die IG ihrem Ziel, die Gemeinschaft im Dorf zu stärken. Sobald es die Situation wieder hergibt, will man nun an die Aktivitäten der Vor-Corona-Zeit anknüpfen.

Von Ingmar Lorenz

Eimeldingen. Während die Dorf- und Bachputzete, der Gründungshock, das Dorffest, der Jahresabschluss sowie der Silvesterhock ausfallen mussten, konnten 2020 mehrere Anlässe trotz Corona realisiert werden. Noch im Januar hatte die IG Eimeldingen die Bewirtung am Kinotag in der Reblandhalle übernommen. Am Nachmittag wurden dabei zwei Filme für Kinder und am Abend zwei Filme für Erwachsene vorgeführt. „Kurz vor Beginn der Filme liefen die Popcornmaschine und die Helfer zur Hochform auf“, erinnert sich Hans-Jürgen Schmitt, der die IG gemeinsam mit Herbert Leber führt. Auch die Baumschneideaktion im Februar – von Hans-Jürgen Tränkle initiiert und durchgeführt – sei ein toller Erfolg gewesen. Rund 40 Teilnehmer konnten an den beiden Kurstagen gezählt werden.

Im Sommer beteiligte sich die IG Eimeldingen zudem am Kinderferienprogramm. „Unter dem Motto ,Spiel ohne Grenzen’ haben wir rund um die Reblandhalle zwölf Parcours aufgebaut, bei denen Kraft und Ausdauer, aber auch Geschicklichkeit, Koordination und Strategie gefordert waren“, erinnert Schmitt. Bei der abschließenden Raterunde seien dann noch der Kopf und schnelle Beine notwendig gewesen.

Im Oktober konnte dann noch die Herbstwanderung entlang der Kander realisiert werden. Erich Linsin berichtete im Zuge dessen über die dritte inzwischen abgeschlossene Ausbaustufe der Kander-Renaturierung.

Insgesamt konnten 2020 coronabedingt allerdings nur drei Sitzungen der aktiven Mitglieder stattfinden, berichtet Schmitt. Dabei wurden unter anderem die Planungen weiterer Veranstaltungen beraten, aber auch Entscheidungen bezüglich der coronabedingten Absagen getroffen.

Planen mit Optimismus

„Für 2021 haben wir bereits im November vergangenen Jahres – trotz Corona – optimistisch wieder eine Reihe von Aktivitäten geplant“, legt Schmitt dar. Die für Ende Februar geplante Generalversammlung musste jedoch abgesagt werden. Stattdessen wurde ein Geschäftsbericht für 2020 an die Mitglieder verschickt. Absagen musste die EG Eimeldingen auch die Dorfputzete im März, die Schnittkurse für Sträucher im April und den ersten Teil der Frühjahrswanderung, die im Mai auf die Rheininsel und die Petite Camargue führen sollte.

Ob der Gründungshock am 17. Juli am neuen Rathaus stattfinden kann, werde dieser Tage entschieden, teilt Schmitt mit. Falls eine Absage unvermeidlich ist, plant die IG stattdessen eine Wanderung – sofern die Corona-Regeln dies hergeben. Anfang Juni wird dann die Entscheidung darüber gefällt, ob das Dorffest vom 4. bis 7. September stattfinden kann.

Für den 16. Oktober ist der zweite Teil der Herbstwanderung auf der Rheininsel weiterhin eingeplant, ebenso wie die Jahresfeier der IG am 13. Dezember und die Silvester-Feier am Haus der Begegnung.

Aktivitäten auf Sparflamme

„Insgesamt lief in den vergangenen Monaten alles sehr auf Sparflamme“, resümiert Schmitt. Denn auch die Stammtische im „Loewen“ konnten nicht stattfinden. Zu diesem kommen die aktiven Mitglieder und manchmal auch passive Mitglieder oder Gäste. „Dabei werden aktuelle Themen und Projekte besprochen, was die Planung unserer Termine sehr vereinfacht“, erklärt Schmitt.

Was der IG Eimeldingen besonders am Herzen liege, sei, den Bürgern einen Platz zum Feiern zu bieten. „Leider mussten ja in den vergangenen Jahren Fasnachts- und Sonnwendfeuer am Fasnachtsfeuerplatz in Eimeldingen ausfallen.“ Dort sei geplant, eine Schutzhütte oder ähnliches aufzustellen, wofür die Gemeinde über eine Bauvoranfrage entscheiden will. Bei positivem Entscheid und grünem Licht seitens der Baurechtsbehörde könnte man dieses Projekt, das die IG Eimeldingen sowohl personell als auch finanziell unterstützen will, dann starten.

Auch die (Re)Aktivierung des hinter dem Feuerwehrgerätehaus befindlichen Bouleplatzes stehe auf der Agenda. „Das ist zwar bisher nur ein Gedanke, und es muss auch noch mit den zuständigen Personen der Feuerwehr und der Gemeinde gesprochen werden“, so Schmitt. Sobald es Corona wieder zulässt, sollen aber Pläne gemacht und diese mit den Mitgliedern abgestimmt werden.

Sechs Personen zählt der aktive Mitgliederkreis. „15 weitere Helferinnen und Helfer haben uns ihre Unterstützung zugesagt, ergänzt durch spontane Unterstützung von Bürgern bei den bereits durchgeführten Veranstaltungen“, erklärt Schmitt.

Unterstützung weiter Ziel

„Die IG möchte Eimeldingen weiterhin attraktiv gestalten, Veranstaltungen organisieren und Vereine unterstützen. Sie will Projekte in Eimeldingen initiieren beziehungsweise unterstützen, sofern sie nicht von anderen Vereinen, Interessensgemeinschaften oder der Gemeinde betreut werden“, legt Schmitt die Ziele der IG Eimeldingen dar. Sie sei dabei kein Wettbewerber zu Veranstaltungen der Gemeinde und von anderen Interessengemeinschaften oder Vereinen, betont er. Vielmehr sei die IG selbstlos tätig und verfolge keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

Keine Angst vor Schwund

Dass der coronabedingte Stillstand in großen Teilen der Gesellschaft sich mittelfristig auch negativ auf die Mitgliederzahl in der IG Eimeldingen auswirkt, glaubt Schmitt nicht. „Da wir eine ziemlich offene Mitgliedschaft haben sehe ich erst einmal kein Problem, dass wir coronabedingt einen Schwund haben werden.“ Er gehe davon aus, dass die Helfer wie bisher für die Aktivitäten zur Verfügung stehen, gerade weil längere Zeit keine Veranstaltungen stattfinden konnten. „Ein Problem könnte es höchstens werden, wenn jeder Verein wieder Veranstaltungen anbietet und diese dann parallel stattfinden“, überlegt Schmitt. Denn für die Helfer, die nicht selten verschiedene Vereine unterstützen, könnte dies bedeuten, dass zu viele Termine in zu engen Abständen anstehen.

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