Eimeldingen Gegenstände mit Charakter

Ralph Lacher
Groß und Klein kamen auf ihre Kosten beim Eimeldinger Quartiersflohmarkt am Samstag. Foto: Ralph Lacher

Beim Quartiersflohmarkt im Eimeldinger Westen unter dem Motto „Zu schön zum Wegwerfen“ war am Samstag einiges los. An mehr als 50 Ständen boten Anwohner ihre Gegenstände zum Verkauf an.

Von Ralph Lacher

Eimeldingen. Im einstigen Neubaugebiet westlich der Autobahn, also rund um den den Bruckacker, Akazienweg oder Eulenspiegel herum, fanden sich die Kauflustigen ein. Marktstände waren von Veranstalterin Reinhild Brunkow bewusst nur an in Eimeldingens Westen Wohnende vergeben worden. Hinzu kamen einige wenige andere Eimeldinger, die von Bewohnern einen Standplatz im Vorgarten oder der Garage angeboten bekommen hatten. Ein solche Anbieterin, Nicole Bauer, freute sich am Samstagnachmittag über eine „richtig gute Resonanz auf unser Angebot“. Damit meinte die junge Mutter vor allem Kindersachen und kleinere Haushaltsgegenstände, die sie an ihrem Stand feilbot. Nicht nur den Absatz fand Nicole Bauer sehr positiv, sondern vor allem die vielen netten Gespräche am Stand. Das hätten wohl alle vermisst, meinte die junge Frau.

Auch an anderen Ständen fanden sich Kinderkleider, auch Spielzeug und Haushaltswaren, Geschirr und Dekorationsgegenstände. Kleider für die Großen, Kleinmöbel, Schallplatten, CDs, Computerspiele und Bücher fanden sich ebenso.

Und auch Artikel mit fast antiquarischem Gehalt oder mindestens Retro-Charakter suchte man nicht vergebens. Einiges an solchen Gegenständen mit „Vintage-Charakter“ und antik anmutendem Second-Hand-Material hatte Franz Mydla in seinem Vorgarten aufgebaut. Davon habe er zwar schon einiges verkauft, sagte der Anwohner, der zum ersten Mal am Flohmarkt teilnahm. Er hätte sich aber schon etwas mehr Kundenfrequenz gewünscht. Noch einen Versuch will er starten und nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein.

Fündig werden konnten auf dem 2022-er Flohmarkt auch Heimwerker in Gestalt von Werkzeug.

Spaß am Kaufen und Verkaufen

Etwa der Eimeldinger Karl-Heinz Schmidt. Er erzählte, in der Hand einen Akkuschrauber als gerade erworbenes Flohmarktteil haltend, dass er in den Vorjahren stets selbst mit dabei war beim Flohmarkt, dieses Jahr aber erst am Vortag vom Urlaub zurück kam und deshalb in diesem Jahr „nur“ Kunde war.

Bei vergangenen Quartierflohmärkten habe er oft auch beide Funktionen, Anbieter und Kunde, ausgefüllt. „Ich habe eigentlich immer auch was von den Einnahmen an meinem Stand an anderen Ständen sozusagen reinvestiert“, so Karl-Heinz Schmidt mit einem Lächeln.

Wie Schmidt äußerte sich auch Yvette Claudel, Kundin aus dem elsässischen Saint-Louis, beeindruckt von der Vielfalt des Angebots in Eimeldingen. Auf den Quartiersflohmarkt sei sie beim Einkaufen aufmerksam geworden und habe deshalb an diesem Samstag einen Ausflug ins Badische unternommen. Ein Sack voller Deko-Artikel und Textilien reiste wieder mit ihr zurück ins Elsass.

Bei allen Besuchenden kam gut an, dass an einigen Ständen auch Verpflegung angeboten wurde und das es einen „Lageplan“ gab, der zur Orientierung auslag und gute Dienste tat angesichts des doch weitläufigen Eimeldinger Westens.

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