Eimeldingen Geugelin hinterlässt Spuren

Hansfrieder Geugelin Foto: wz

Eimeldingen (mcf/ov). Heimatdichter, Gemeinderat und Rebbammert: Hansfrieder Geugelin hat im Markgräflerland deutliche Spuren hinterlassen. Am Sonntag musste er nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren seine Heimat auf Erden verlassen.

Erzählungen, Lieder und Verse gehörten zu seiner Leidenschaft. Letzere fanden über Jahre hinaus als Mundartkolumne „Dr Wiigeischt“ in unserer Zeitung Eingang, die er als „Hage“ zu Papier brachte. Doch das war nur ein kleiner Teil seines Schaffens und Wirkens. Dieses war von seiner großen Liebe zur Markgräfler Heimat geprägt. Bei verschiedenen Anlässen bekamen die Besucher einen Eindruck von seiner Verbundenheit.

Als Vorsitzender des Männerchors „Liederkranz“ Eimeldingen-Märkt prägte er die Geschicke des Vereins maßgeblich mit. Auf politischem Parkett war er ebenso mit Tatkraft im Einsatz, von 1999 bis 2009 als Gemeinderat, in der zweiten Amtszeit, die er als Stimmenkönig der Freien Wähler startete, sogar als erster Stellvertreter des damaligen Bürgermeisters Hansjörg Rupp.

Hansfrieder Geugelin erblickte am 29. April 1945 in Hägelberg das Licht der Welt. Bereits im Alter von 13 Monaten verlor er seine Mutter, während sein Vater in französischer Kriegsgefangenschaft war. Er wuchs zunächst bei seinen Großeltern in Efringen-Kirchen auf. Als Dreijähriger kam Hansfrieder Geugelin zu einem Bruder seines Vaters nach Hertingen.

Ende der 1970er-Jahre bekam seine große Leidenschaft Konturen, als er mit dem Gedichteschreiben begann. 1985 erschien sein erster Gedichtband „S’Edelbrünneli“, dem „Lutteri Beeri“ und „Brennt’s“ folgten. Im Büchlein „Aus dem Leben eines Markgräflers“ hat er 2008 dann seinen Lebensweg nachgezeichnet. Viele seiner Gedichte wurden vertont, unter anderem von Werner Wißner. Mit ihm und Christa Heimann-Buß bildete er ab 1999 das Trio Blauewind.

Schon als 16-Jähriger war Hansfrieder Geugelin in den Sängerbund Efringen-Kirchen eingetreten, auch im TuS war er Ehrenmitglied, und über zwei Jahrzehnte fungierte er als Chronist der Fritzenkameradschaft.

Beruflich trat Hansfrieder Geugelin zunächst in die Fußstapfen seines Vaters, bei dem und dessen zweiter Frau er ab dem zehnten Lebensjahr in Efringen-Kirchen lebte und der Maurer war. 1977 wurde er Chemiefacharbeiter bei Roche in Grenzach. Nach seiner Heirat zog Geugelin 1974 nach Eimeldingen, wo er für seine Familie – er bekam mit seiner Frau zwei Söhne – ein Haus baute, in dem er bis zuletzt lebte.

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