Eimeldingen „Hauptsache, nicht mehr Verkehr“

Weiler Zeitung

Von Clemens Leutz

Die Art der anstehenden Sanierung der Straße zwischen Fischingen und Binzen ließ in den beiden Dörfern die Wogen hoch gehen. Für den Nachbarn Eimeldingen ist indes klar: Hauptsache, nach den Arbeiten fließt nicht noch mehr Verkehr durch das Dorf.

Eimeldingen. In einer gemeinsamen Sitzung haben die Gemeinderäte der drei Kommunen besprochen, dass bei der Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Binzen und Fischingen über die reine Sanierung hinaus noch drei Maßnahmen umgesetzt werden.

So sollen die Bankette befestigt werden und einen sicheren, nicht abfallenden Untergrund bieten, damit zwei größere Fahrzeuge gut aneinander vorbeikommen können, ohne Schaden anzurichten. Allerdings soll das Befahren der Bankette weiterhin als unkomfortabel wahrgenommen werden.

Außerdem soll durch die Markierung des Straßenrands die Fahrbahn optisch eingeengt erscheinen, sodass die Autofahrer eher langsam fahren. Dieser Effekt soll durch eine Riffelung der Markierung noch gesteigert werden, die das Überfahren unangenehm macht.

Zusätzlich sind noch zwei Einengungen vorgesehen – also nicht elf, wie noch in der umstrittenen Testphase. Sie sollen zwischen den Abzweigungen nach Eimeldingen den Verkehr abbremsen, da dort die höchsten Geschwindigkeiten gefahren werden. Dieser Abschnitt sei für die Autolenker auch gut einsehbar.

Bürgermeister Oliver Friebolin nannte in der jüngsten Gemeinderatssitzung als oberstes Ziel für die Gemeinde, dass keine Verlagerung des Verkehrs auf die B 3 stattfinde. Deshalb könne das von der Gemeinde Fischingen beschlossene Lastwagen-Fahrverbot mit eventueller Anlieger-frei-Regelung auf der Gemeindeverbindungsstraße nicht mitgetragen werden. Mit den drei Punkten Befestigung der Bankette, Markierung samt Rütteleffekt der Fahrbahnränder sowie zwei Engstellen wäre das Ziel erreicht.

Das sah auch das Ratsgremium so, wobei die Platzierung der zwei Engstellen von den Verkehrsplanern nochmals genau überprüft werden sollte. Zwar machte Martina Bleile deutlich, „wir brauchen keine Engstellen“, dennoch könne man den Beschlussvorschlag mittragen, schließlich sei er ein Kompromiss. Ein Lkw-Verbot dürfe aber nicht kommen, sonst „weichen sie über Eimeldingen aus“. Siegfried Kibbat hätte vier Engstellen bevorzugt, jeweils zwei an jeder Kreuzung.

Zuvor hatten schon die Binzener Räte diesem Drei-Punkte-Vorschlag bereits zugestimmt. Der Gemeinderat Fischingen hatte aber noch beschlossen, die Verbindung Fischingen-Binzen sollte für Lkws gesperrt und gänzlich ohne Einengungen saniert werden. In einer zweiten Stufe sollten die gefahrene Geschwindigkeit und das Überfahren der Bankette überprüft werden, ehe weitere Maßnahmen getroffen werden. Nächsten Donnerstag soll die Verbandsversammlung die Sanierung beschließen.

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