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Eimeldingen Kosten sind für die Verwaltung der Knackpunkt

Jennifer Ningel
Das Baugrundstück „Im Eulenspiegel“, auf dem der Übergangsspielplatz errichtet werden soll. Foto: zVg/Gemeindeverwaltung Eimeldingen

Der Standort für den Übergangsspielplatz in Eimeldingen steht fest.

Die Gemeinderäte haben sich nach ausgiebiger Diskussion für das angebotene Privatgrundstück „Im Eulenspiegel“ als temporären Ersatz während der Bauarbeiten des Kindergartens St. Martin entschieden. Zufrieden mit der Entscheidung waren nicht alle.

Im März stand der Übergangsspielplatz schon einmal auf der Tagesordnung. Da damals ein alternativer Standort vorgeschlagen wurde, ist die Entscheidung in die Aprilsitzung vertagt worden. Ursprünglich sollte der Spielplatz auf ein gemeindeeigenes Grundstück umziehen.

Eckpunkte vorgestellt

Bürgermeister Oliver Friebolin und Cornelia Flury von der Gemeindeverwaltung stellten nochmals die Eckpunkte vor. So hat die Verwaltung Kontakt mit den Eigentümern aufgenommen. Diese seien bereit, bis maximal Ende 2025 eines von zwei Flurstücken oder beide zur Verfügung zu stellen. Die öffentlichen Lasten – Grundsteuer – seien von der Gemeinde zu tragen. Eine Entschädigung würden die Eigentümer nicht verlangen, allerdings fänden sie zwei Gutscheine à 200 Euro pro Jahr zur Nutzung in Eimeldinger Geschäften angemessen. Die Umzäunung würden sie kostenfrei übernehmen, falls die Gemeinde sie nicht weiterverwendet.

Weiterhin hat die Verwaltung mit den Unternehmen gesprochen, von denen Angebote zum Umzug vorliegen. Alle sicherten zu, dass die Kosten gleich bleiben, und eine Deckelung bis zum 8. Mai besteht. Das Angebot von Eibe Spielgeräte und Gala Raber beläuft sich auf etwas mehr als 26 000 Euro, das von Westfalia und Gala Bauer auf rund 39 000 Euro zuzüglich etwa 2300 Euro für die Entsorgung der alten Geräte. Zu beachten sei, dass beim ersten Angebot Geräte vom aktuellen Spielplatz übernommen werden. Beim zweiten Angebot würden nur neue Geräte aufgestellt werden. Der Rückbau sowie das notwendige Sonnensegel sind in beiden Kalkulationen nicht berücksichtigt.

Aufgrund der Kosten, die noch beim Neubau des Kindergartens auf die Gemeinde zukommen, empfehle die Verwaltung, auf den Übergangsspielplatz zu verzichten, legte Flury den Räten ans Herz. Friebolin schlug vor, das Geld in etwas Nachhaltigeres zu investieren – zum Beispiel in die Ausstattung des Kindergartens oder den neuen Spielplatz.

Was die Räte sagen

In der anschließenden Diskussion verdeutlichten die Gemeinderäte ihre Standpunkte. Martina Bleile machte klar, dass ein „Übergangsspielplatz her muss“. Im Westen des Orts gebe es sonst keinen Spielplatz. Weiterhin plädierte sie dafür, beide Grundstücke zu nutzen – die Verwaltung plante nur mit einem der angebotenen Grundstücke.

Manfred Schamberger sprach sich wie die Gemeinde gegen den Übergangsspielplatz aus. Auch er sieht das Geld besser im neuen Kindergarten angelegt.

Bernhard Bodack wollte wissen, wie frequentiert der aktuelle Spielplatz sei. Darauf antwortete Elisabeth Azem, dass Kinder auch alleine auf den Spielplatz gingen.

Birgit Pohl wies auf die Blockbauten in der näheren Umgebung des aktuellen Spielplatzes hin. Familien mit Kindern ohne eigenen Garten seien auf einen Spielplatz angewiesen, sagte sie. Daher plädiere sie dafür. Ginge es um den Spielplatz auf der anderen Seite von Eimeldingen fände sie einen Übergangsspielplatz nicht so wichtig.

Da der Vorschlag der Hinzunahme des zweiten Grundstücks aufkam, fragte der Bürgermeister die Räte, ob dies gewünscht sei. Azem verwies darauf, dass für die Spielgeräte nur eins benötigt würde, man das zweite aber ohne Geräte und Umzäunung anbieten könnte. Somit könnte es als Kickplatz dienen. Friebolin erinnerte daran, dass die Gemeinde dann darauf achten müsste, dass die Fläche tatsächlich bespielbar sei. Sven Herforth sagte, dass die Kinder auf der Straße kicken könnten.

In der Abstimmung, ob ein Übergangsspielplatz bereitgestellt wird, sprachen sich fünf Räte dafür aus. Dagegen waren Friebolin, Herforth und Schamberger. Es folgten die Abstimmungen über die Vergabe an Eibe und Raber unter Hinzunahme des zweiten Grundstücks sowie dessen Nutzung als reine Spielfläche ohne Umzäunung. Auch hier waren Friebolin, Herforth und Schamberger dagegen.

Der Bürgermeister verdeutlichte am Ende: „Wir haben nichts gegen Kinder, sondern es geht ums Geld, dass wir nicht haben.“ Er hätte es gerne woanders investiert. Bleile setzte nach: „Ich glaube, es ist sehr gut investiertes Geld.“

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