Fischingen Mehrheit für Gebührensenkung

Reinhard Cremer
Gute Nachrichten: Wenigstens fürs Abwasser müssen die Fischinger weniger zahlen. Foto: Ehrlich

Fischingen - In seiner letzten Sitzung dieses Jahres am vergangenen Mittwoch hatte der Fischinger Gemeinderat über die geänderten Abwasser- und Wassergebühren zu befinden. Der Gebührenkalkulation der Allevo Kommunalberatung folgend, sieht die Satzung für die öffentliche Abwasserbeseitigung eine Senkung der Gebühr für Schmutzwasser von 2,10 Euro pro Kubikmeter auf 1,53 Euro vor. Die Gebühr für Niederschlagswasser beträgt 0,75 Euro pro Kubikmeter (bisher 0,96 Euro). Die Kubikmeter-Gebühr für sonstige Einleitungen wird analog zur Schmutzwassergebühr auf 1,53 Euro gesenkt. Die Satzung tritt am 1. Januar 2023 in Kraft.

Abwassergebühr sinkt, Wassergebühr steigt

Für die Wasserverbrauchsgebühr steht hingegen eine Erhöhung ins Haus. Allerdings, so Patrick Grun vom Rechnungsamt des Gemeinde-Verwaltungsverbands in der Sitzung, falle sie nicht so hoch aus, wie es für eine vollständige Kostendeckung notwendig sei. Ab dem 1. Januar 2023 wird die Wasserverbrauchsgebühr demnach lediglich von 1,16, Euro pro Kubikmeter auf 1,63 Euro angepasst. Nötig wären jedoch 1,88 Euro.

Das Ziel, so der Text der Beschlussvorlage, sei es, mittelfristig eine Kostendeckung zu erreichen. Mit dieser Gebührenerhöhung kann die in den Jahren 2018 bis 2022 anentstandene Kostenunterdeckung um rund die Hälfte abgefedert werden.

Keine weitere Belastung für die Bürger

Aus Sicht der Verwaltung habe man in Hinblick auf die derzeitigen Belastungen der Bürger, unter anderem durch Inflation und höhere Energiepreise, auf eine weitere Erhöhung der Gebühren verzichtet.

Fasst man die Gebühren für Abwasserentsorgung und Wasserverbrauch zusammen, ergibt sich unter dem Strich eine Senkung. Gemeinderat Bernd Schopferer hielt hingegen eine Anpassung auf der Gebühren in Summe auf dem Niveau der vergangenen Jahre für sinnvoller. Das hätte einen zügigen Abbau der Unterdeckung zur Folge und die Verbraucher müssten dennoch nicht mehr bezahlen. Michael Ulrich schloss sich dem an. Patrick Grun hielt eine solche Regelung für machbar. Dem Einwurf des Bürgermeisters folgend, die Abwassergebühr sei „spitz auf Knopf gerechnet“ und das Defizit bei der Wassergebühr werde jetzt schließlich um 50 Prozent reduziert, stimmte der Gemeinderat mit der Gegenstimme von Ulrich für die Gebührenanpassungen gemäß Vorlage.

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