Eimeldingen Musikalische Bewacher der Reben

Die Eimeldinger Rebland-Fetzer wurden vor einem Dreivierteljahr gegründet. Foto: zVg

Eimeldingen - Ob bei der Fasnacht oder auch unterm Jahr – die Eimeldinger Rebland-Fetzer machen Guggenmusik. Obwohl erst am 16. November vergangenen Jahres gegründet, waren die Musiker in dieser Saison schon voll dabei.

Die Vorbereitungszeit war denkbar kurz: Innerhalb von zwei Monaten musste die Gruppe um Vorsitzende Nadine Ebner ihr Programm auf die Beine stellen – sechs Lieder wurden benötigt, um den ersten Auftritt im Februar zu meistern. „Wir waren alle zu 120 Prozent dabei. Ohne den Zusammenhalt unserer Gruppe wäre es nicht möglich gewesen“, erklärt Ebner im Gespräch mit unserer Zeitung.

16 der jetzigen Mitglieder spielten davor in einer anderen Guggenmusik, die sie aber wegen Unstimmigkeiten verließen. Daraufhin entschieden sie sich, eine eigene Gruppe zu gründen.

Bei ihren ersten Auftritten liefen die Rebland-Fetzer ohne Kostüm – einerseits aus Zeitgründen und andererseits wegen der fehlenden finanziellen Mittel. Doch mittlerweile ist die Situation eine andere und im nächsten Jahr wird der junge Verein im Häs auftreten.

Das Kostüm bekamen die Rebland-Fetzer von einer Schweizer Gugge. „Sie hatten es nur eine Saison lang getragen“, erzählt Ebner. Ein Häs ohne eigene Geschichte sollte es aber nicht geben: Die Mär hinter dem Kostüm und dem Fabelwesen, das die Gruppe verkörpert, wurde von Musikchef Dirk Ebner frei erfunden. „Dirk ist der kreative Kopf unseres Vereins“, sagt Nadine Ebner. Dirk Ebner habe sich das Kostüm angeschaut und gewusst, dass es eine Geschichte hinter der Maske geben muss.

Klar war, dass diese etwas mit den Reben zu tun haben sollte. Denn als die neu gegründeten Rebland-Fetzer sozusagen noch heimatlos waren, bot Eimeldingens Bürgermeister Oliver Friebolin Zuflucht. „Er war begeistert von der Idee, eine Guggenmusik in der Gemeinde zu haben und half uns bei der Suche nach Proberäumen“, erzählt Dirk Ebner.

Auf der Suche nach einem Namen

Da eine Rebe auf dem Wappen Eimeldingens zu sehen ist und der Proberaum in der Reblandhalle ist, war der Name „Rebland-Fetzer“ geboren. Beim Durchforsten des Internets stieß Dirk Ebner auf ein historisches Faktum: Es gab Leute, die die Reben über Nacht bewachten, damit die kostbare Ernte nicht gestohlen wurde. Aus den ehemals menschlichen Bewachern entstanden die kleinen mystischen Wesen – die Rebland-Fetzer.

 Derzeit besteht der Verein aus 19 Mitgliedern, freut sich aber über jeden Neuzugang. Geprobt wird drei Mal die Woche. Die Alterspanne reicht von zwei bis 61 Jahren.

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