Eimeldingen Neue Herausforderungen gesucht

Weiler Zeitung

Die gebürtige Eimeldingerin Lisa Eble hat sich für die Weltmeisterschaft in funktionaler Fitness in Schweden qualifiziert Die 31-jährige amtierende deutsche Meisterin hat ihr Leben dem Sport verschrieben.

Von Zoë Schäuble

Eimeldingen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erzählt Eble, wie sie zur funktionalen Fitness kam und was ihre Träume sind.

Frage: Frau Eble, was ist Funktionale Fitness und was macht die Sportart für Sie zu etwas Besonderem?

Der Unterschied von CrossFit – das wohl die meisten kennen – und der Funktionalen Fitness besteht darin, dass beim CrossFit im Wettkampf alles dran kommen kann. So bin ich beispielsweise schon mit dem Velo durch die Wüste in Dubai Rennen gefahren, bin in London auf der Themse gerudert oder in Norwegen die Skipiste im Schnee hochgelaufen. Dies waren einige der außergewöhnlichsten Events bisher. In der Funktionalen Fitness hingegen sind die Bewegungen und Tests vor dem Wettkampf, was bedeutet, dass man sich wesentlich besser vorbereiten kann.

Das Besondere besteht für mich genau darin, dass kein Training dem anderen gleicht. Das macht es immer aufs Neue spannend und ich kann mich immer wieder neuen Herausforderungen stellen.

Frage: Sie sind durch und durch Sportlerin. Was machen Sie neben den Wettkämpfen beruflich und wie kamen Sie zur Sportart?

Ich arbeite im CrossFit Bern Vidmar, einer CrossFit Box, die perfekt auf meine Bedürfnisse als Sportlerin ausgerichtet ist. Das schöne am CrossFit ist aber, dass man nicht nur mit Leistungssportlern zusammenarbeitet, sondern alle Menschen CrossFit skaliert ausüben können. Während meines Masterstudiums bin ich durch eine Kommilitonin auf den Sport aufmerksam geworden. Zuerst habe ich noch viel Kunstturnen gemacht, bevor ich mich dann komplett aufs CrossFit konzentriert habe.

Frage: Wie kann man sich Ihren Alltag als Athletin vorstellen und welche Erfolge konnten Sie bisher bereits verzeichnen?

In der Funktionalen Fitness war die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft und der Sieg des ersten deutschen Meistertitels mein erster Erfolg. Die Qualifikation zur Weltmeisterschaft ist da natürlich noch das Tüpfchen auf dem I.

Seit drei Jahren bin ich bei den CrossFit Open die Fitteste Frau in ganz Deutschland.

2018 habe ich es geschafft, mich für die Europameisterschaft im CrossFit zu qualifizieren und 2019 sogar zum weltweit größten Event im CrossFit, den CrossFit Games in Madison, Wisconsin. Jedes Jahr treffen dort die weltweit besten Athleten aufeinander und messen sich, um den Fittesten Athleten der Welt zu finden.

Meinen Alltag habe ich ganz auf den Sport ausgerichtet. Derzeit absolviere ich meistens zwei Einheiten pro Tag – eine morgens und eine abends. Dazwischen arbeite ich als Coach und trainiere unsere Mitglieder.

Frage: Was haben Sie sich für die WM vorgenommen und wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

An der WM teilzunehmen ist für mich schon ein riesiger Erfolg. Da bisher immer noch die Qualifikationswettkämpfe weltweit stattfinden, ist es schwierig abzuschätzen, wer überhaupt alles daran teilnehmen wird. Mein Ziel ist einfach, mein Bestes zu geben und so viel wie möglich von der Wettkampf-Atmosphäre aufzusaugen. Durch die lange Corona-Pause, freue ich mich auf jeden Wettkampf, der jetzt stattfinden kann umso mehr.

Frage: Welche Träume wollen Sie sich noch erfüllen und wo sind die nächsten Ziele gesteckt?

Ich hoffe, dass ich weiterhin verletzungsfrei trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen kann und bald alle Wettkämpfe wieder regulär ablaufen können.

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