Eimeldingen Pfarrstellen attraktiver gestalten

Vorsitzende Tina Haack (links) und Dekanin Bärbel Schäfer bei der Gemeindeversammlung im Pfarrhausgarten in Blansingen. Foto: Joachim Pinkawa

Blansingen - Ländliche Pfarrstellen sollen attraktiver gestaltet werden, findet Dekanin Bärbel Schäfer und sprach bei der Gemeindeversammlung in Blansingen am vergangenen Sonntag die ausbleibenden Bewerber für vankate Pfarrstellen an. Sie informierte zudem über die Lage des Kirchenbezirks im Markgräflerland.

Am Sonntagvormittag feierte die Kirchengemeinde Blansingen gemeinsam mit Pfarrer Ulrich Henze (Vakanzvertretung) und in Anwesenheit von Dekanin Bärbel Schäfer im Pfarrgarten des Blansinger Pfarrhauses einen Gottesdienst.

Im Anschluss daran hatte die Kirchengemeinde zu einer Gemeindeversammlung eingeladen, um über die aktuelle Situation und die Perspektiven der Kirchengemeinden Bad Bellingen und Blansingen (mit Welmlingen und Kleinkems) sowie die Zukunft des Blansinger Pfarrhauses zu informieren.

Schäfer erläuterte, dass die Zuordnung der Kirchengemeinde Hertingen (bisher Kirchengemeinde Blansingen/Welmlingen/Kleinkems) zur bereits bestehenden Pfarrstelle den Kirchengemeinden von Tannenkirch, Riedlingen und Feuerbach angeschlossen ist. Daraus haben sich nach den vorgegebenen Schlüsseln für eine Pfarrstelle (nach der Anzahl der Gemeindemitglieder) neue Erfordernisse und Überlegungen ergeben.

Neue Konstellation

Damit die Kirchengemeinde Blansingen/Welmlingen/Kleinkems selbstständig und mit einer Pfarrstelle bestehen bleiben kann, wird sie mit Bad Bellingen vereint und hat dort künftig ihren Schwerpunkt. Betreut wird diese neue Konstellation und Organisation zunächst von den Pfarrern Martin Braukmann und Steffen Mahler.

Schäfer brachte ihr Bedauern zum Ausdruck, dass sich trotz entsprechender Ausschreibungen bisher kein Bewerber für die vakante Pfarrstelle gefunden habe und artikulierte strukturelle Probleme mit aktuell acht Vakanzen im Kirchenbezirk Markgräflerland sowie weiteren sechs Vakanzen durch Ruhestand und Wechsel (auch Pfarrer Ulrich Henze ab Mitte September).

Die Dekanin schilderte in dem Zusammenhang ihre Bestrebungen zur Anerkennung der theologischen Abschlüsse aus Basel (bisher in Deutschland nicht anerkannt), analog der Studiumsabschlüsse aus Heidelberg. „Um der Wahlfreiheit der jungen Bewerber um Pfarrstellen und der geringeren Attraktivität ländlicher Bereiche für diese und auch bereits für die Prädikanten zu begegnen, müssen die Pfarrstellen attraktiver gestaltet und ausgeschrieben werden“, stellte Schäfer fest.

Zukunft des Pfarrhauses

Zur Zukunft des Blansinger Pfarrhauses bestätigte Schäfer auf Nachfrage von Tina Haack, Vorsitzende der Gemeindeversammlung Blansingen, Überlegungen zur Vermietung oder auch zum Verkauf des Gebäudes. Haack und auch Kirchengemeinderätin Verena Willmer betonten die nötigen Willen aller Mitglieder zum Engagement, um einen aktiven Fortbestand der künftigen Kirchengemeinde Bad Bellingen und Blansingen (mit Welmlingen und Kleinkems) zu gewährleisten.

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