Im ehemaligen Markworth-Anwesen, dem künftigen Eimeldinger Rathaus, geht der Innenausbau zügig weiter. Am Montag beginnen die Elektriker. Im Sommer sollen die Räume bezugsfertig sein.

Von Clemens Leutz

Eimeldingen. Die Vergabe der Elektroarbeiten habe jetzt als günstigster Bieter die örtliche Firma Stolz gewonnen, berichtete gestern Bürgermeister Oliver Friebolin. Bereits vergeben seien die Arbeiten für die Maler, Gipser und Trockenbauer sowie für die Innentüren. Bei einigen weiteren Gewerken sei es indes nicht einfach, Handwerker mit freien Kapazitäten zu finden, berichtete am Dienstag Projektleiter Hartmut Kern, als er am Ratstisch die Planung der Nutzungsänderung des ehemaligen Markworth-Anwesens erläuterte.

Die künftige Gliederung der Verwaltungsräume im Erdgeschoss ist jetzt schon gut erkennbar. Den Bürger wird am Eingang als Anlaufstelle ein Empfangsbereich mit Theke erwarten. Von dort aus geht es in zwei Büroräume sowie in das kombinierte Sitzungs- und Trauzimmer; es soll durch eine abgehängte und etwas edlere Decke aufgewertet werden. Von diesem Raum aus ist auch das Lager mit Serverraum zugänglich. Im Erdgeschoss ist neben Sozialräumen und Toiletten auch das Amtszimmer des Bürgermeisters untergebracht. „Es ist mir persönlich etwas zu groß geraten“, fand Friebolin; doch am Grundriss ließ sich wegen der tragenden Wände drumherum nichts ändern. Außerdem finde in dem Raum auch noch ein Besprechungstisch Platz.

In den Büroräumen sind auch noch Reservearbeitsplätze, etwa für Praktikanten oder Lehrlinge, vorgesehen. Außerdem ist davon auszugehen, dass die Speckgürtel-Kommune weiter wächst und die Arbeit im Rathaus nicht weniger wird.

Über die Treppe im türmchenartigen, mit – aber nur noch kurze Zeit – rotem plüschigen Teppich ausgekleideten Anbau geht es ins Obergeschoss, wo bisher zwei Wohnungen mit üppigen Raumverhältnissen auf verschiedenen Ebenen, einer Galerie und mit teils edlen Materialien untergebracht waren. Durch einen geänderten Zuschnitt werden daraus drei schmucke Wohnungen. „Wir wollen Gas geben, um dringend benötigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, erklärte Friebolin.

Im zweiten Obergeschoss befinden sich vorerst nur Abstell- und Reserveräume. Um den Kostenrahmen nicht zu sprengen, verzichtet die Gemeinde auf einen weiteren Ausbau. Zu einem späteren Zeitpunkt ließe sich dort aber mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln eine weitere Wohnung einrichten, die ebenso wie die anderen einen schönen Blick ins Grün und auf die Kander erlaubt – trotz der zentralen Lage an Bundes- und Kreisstraße.

Für den Umzug der Verwaltung hat Friebolin einen Termin in den Sommerferien im Auge, wenn weniger Arbeit anfällt. Dann könnte das Rathaus eine Woche schließen, ein Notdienst werde aber immer zur Verfügung stehen.

Elf Stellplätze muss die Gemeinde vorweisen, was kein Problem darstellte. Davon sind zwei Behinderten-Parkplätze, die direkt am barrierefreien Gebäude vorgesehen sind. Der Absatz vor dem Gebäude werde noch entfernt, erklärte Friebolin.