Eimeldingen Anwohner klagen über Rattenplage

Ratten sind in Eimeldingen zum Problem geworden.                Foto: sba/Danny Lawson

Eimeldingen - Mit dem Problem, dass vermehrt Ratten in Eimeldingen zu sehen sind, hat die Gemeinde schon seit 2019 zu kämpfen, wie unsere Leserin Ursula Fünfschilling in einem Brief mitteilt. „Es wurden im Dröschiweg und am Mühlbach vermehrt ein Rattenaufkommen gemeldet“, sagt Fünfschilling, sodass Bürger in diesem Jahr erneut das Rathaus auf das Problem aufmerksam gemacht haben.

„Erst nachdem Ende April in einem Kuvert eine tote Ratte in den Briefkasten des Rathaus eingeworfen wurde, ist im Mai eine sichtbare Plastikbox (Rattenköderbox; Anm. d. Red) im Dröschiweg aufgestellt worden“, berichtete Fünfschilling.

Box reicht nicht aus

Eine Box würde allerdings nicht reichen, denn die Leserin berichtet, dass nicht weniger, sondern immer mehr Ratten in Eimeldingen auftauchen: „Am helllichten Tag laufen sie über Hof und Garten, beziehen Häuser und Wohnungen oder laufen auch einmal zu dritt oder viert die Hauswände hoch.“

Ganze Grundstücke seien inzwischen schon unterhöhlt und die Nager würden auch schon in anderen Ortsteilen wie in der Dorfmitte und am Sportplatz auftauchen.

Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt durch Giftköder

In ihrem Leserbrief wendet sich Fünfschilling an das Rathaus und verweist darauf, dass die Nachbarn die Bekämpfung der Nager mit Rattengift zwischenzeitlich in Eigeninitiative aufgenommen haben: „Die Gefahr besteht nun, dass die Ratten das Gift in der Umgebung verteilen – eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt.“

Das Rathaus hat sich nun dem Problem angenommen und berichtet, dass sich ein Schädlingsbekämpfer im Bereich Mühlbach und Kander der Sache aktiv angenommen habe. Dabei warnt das Rathaus, dass Hundehalter beim Gassigehen verstärkt darauf achten sollten, dass ihre Tiere sich nich versehentlich an einem Köder vergiften.

Eigentümer selbst für Schädlingsbekämpfung verantwortlich

„Eigentümer sind auf ihren Grundstücken selbst für die Schädlingsbekämpfung verantwortlich“, erklärt die Gemeinde weiter - macht jedoch zugleich darauf aufmerksam, dass auch auf privaten Grundstücken keine offenen Köder ausgelegt werden dürfen. „Die Maßnahmen zur Rattenbekämpfung sind von einem staatlich geprüften und zertifizierten Schädlingsbekämpfer auszuführen“, sagt Kindler und fügt hinzu, dass Geschädigte bei Bedarf die Kontaktdaten des Schädlingsbekämpfers im Rathaus erhalten können.

Für den Fall einer Vergiftung verweist die Gemeinde im selben Schreiben vorsorglich auf die Nummer der Giftnotrufzentrale Freiburg: Tel. 0761/19 24 0 oder 0761/ 27 04 36 1 (24-Stunden- Dienst).

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