Eimeldingen Trockenheit in Eimeldingen spürbar

So sah der Mühlbach bei der Wuhr noch am Montag aus.                                                                                                                                      Foto: zVg/Wolfgang Conrad

Eimeldingen - Viele Menschen erfreuen sich am schönen Wetter der vergangenen zwei Wochen, allerdings bedeutet dies einen akuten Wassermangel in der Natur. Bemerkbar macht sich dies auch beim Mühlbach in Eimeldingen, dem vergangenen Woche war dieser bis auf kleine Pfützen nahezu ausgetrocknet.

Ein Leser unserer Zeitung machte uns auf die Lage aufmerksam. „Am Samstag und Sonntag war der Mühlbach komplett ausgetrocknet und die darin lebenden Fische vermodern“, berichtet Wolfgang Conrad. Dabei bemerkte er, dass die Aufstauung an der Wuhr verschlammt war.

Conrad meint, dass der Bach nicht regelmäßig gesäubert werde und deshalb die Verschlammung höher als der Wasserstand sei. „Vor zwei Jahren hatten wir eine ähnliche Trockenphase, aber die Restpfützen waren damals mehr, sodass die Lebenschancen für die Tiere höher war“, berichtet Conrad.

Um das Überleben der Tiere zu sichern, müsse zumindest eine Restmenge aus der Kander in den Bach fließen. „Der Bach ist seit einigen Jahren schon ein Sorgenkind“, sagt Conrad.

Da Conrad am Mühlbach wohnt ,hatte er sich selbst um die Laubblätter, die im Bach vermodern, gekümmert, sodass die Fließgeschwindigkeit nicht gehemmt wird. „Da der Bach auch in normalen Wasserzeiten wiederholt sehr wenig Wasser führt, haben Anwohner immer wieder deshalb beim Bürgermeister angerufen. Allerdings hatte dies keine Reaktion auslöst“, hebt Conrad hervor.

Bürgermeister Oliver Friebolin jedoch versichert auf Nachfrage unserer Zeitung, dass der Mühlbach seit gestern wieder Wasser führt. Dass der Mühlbach ausgetrocknet ist, liege daran, dass die Kander auch zu wenig Wasser hat und somit an der Wuhr nicht genug übertreten konnte.

Friebolin sei dies aufgefallen und habe mit dem Landratsamt Lörrach Kontakt aufgenommen. „Am Montagabend war der Werkhof zur Kontrolle und zum Nachjustieren da“, erzählt Friebolin und fügt hinzu: „Wir dürfen nicht wahllos an dem Regler rumschieben, sondern müssen dies mit dem Landratsamt absprechen. Das Aufdrehen ist sehr diffizil.“ Schließlich dürfte nicht zu viel Wasser von der Kander abgezweigt werden, da es ein natürliches Gewässer ist.

Allerdings hatte es Tage gedauert und mehrere Nachjustierungen gebraucht, dass eine Restmenge an Wasser im Mühlbach zu sehen war, berichtet Friebolin.

Dass der Bach verschlammt ist, wisse der Bürgermeister. Allerdings sei dies nicht der Grund für den geringen Wasserzufluss gewesen, so Friebolin.

Eine Säuberung des Mühlbachs stehe jedoch noch auf der Agenda. Jedoch sei dies mit viel Aufwand zu betreiben: „Wir müssen die Autobahn absperren, um mit einem Bagger dahin zu kommen.“ Doch Friebolin versichert: „Wir bleiben dran.“

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