Eimeldingen Umsetzung des Wärmenetzes in Prüfung

Uwe Thomes
Die Möglichkeit der Nahwärmeversorgung wird in Eimeldingen untersucht. Foto:  

Mit der Vorstudie werden eine Projektskizze sowie ein Förderantrag zur Machbarkeitsstudie erstellt.

Mit der Vorstudie beauftragt der Gemeinderat Eimeldingen die Energieagentur Südwest. Zusammen mit der Machbarkeitsstudie entstehen Kosten von gut 36 000 Euro. Für das aktuelle Haushaltsjahr müssen nachträglich etwas mehr als 4000 Euro bereitgestellt werden. Der Gemeinderat genehmigte mit der Auftragserteilung ebenso die Freigabe außerplanmäßiger Mittel. Die Räte folgten damit ihrem Beschluss aus dem April 2023, als die interkommunale Wärmeplanung verabschiedet wurde.

Das Zielszenario des Landkreises Lörrach zur Umsetzung des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg sieht vor, dass der Landkreis bis zum Jahr 2040 klimaneutral mit Wärme versorgt werden soll. Dazu muss der Gesamtwärmeverbrauch um etwa 30 Prozent reduziert werden und der private Wohnbereich durch Wärmenetze oder dezentral über erneuerbare Energien versorgt werden.

Eine hohe Priorität bei den hierfür erforderlichen dringlichen Maßnahmen wird in Eimeldingen dem Aufbau neuer Nahwärmenetze sowie der Sicherung von möglichen Heizzentralen-Standorten und Trassenkorridoren gelegt. Für die Gemeinde Eimeldingen wurde dabei ein Wärmeplan erstellt, welcher zumindest zwei Teilgebiete als geeignet für die Umsetzung eines Wärmenetzes näherungsweise ausweist.

Solarthermie

Die Energieagentur Südwest offeriert unter anderem auch für Kommunen Klimaschutzkonzepte und hat der Gemeinde ein Angebot für eine Machbarkeitsstudie zur Umsetzung des Wärmeplans vorgelegt. Friederike van den Adel, Beraterin für Energieeffizienz und Klimaschutz dieses Unternehmens, stellte dem Eimeldinger Gemeinderat die Ergebnisse der bestehenden Voruntersuchung sowie notwendige erste Schritte für einen Förderantrag als Basis für eine Machbarkeitsstudie vor.

„Erneuerbare Wärmepotenziale bestehen demnach für die Gemeinde Eimeldingen vorwiegend in Form von Solarthermie auf Freiflächen“, sagt van den Adel. Das Konzept des Wärmenetzes könne aber auch geändert und erweitert werden, wenn sich zum Beispiel die Möglichkeit industrieller Abwärme ergibt, erwiderte sie auf eine entsprechende Anfrage von Gemeinderätin Birgit Pohl.

Förderantrag

Die in Auftrag gegebene Vorstudie umfasst neben dem Erstellen einer Projektskizze einen für den Förderantrag zur Machbarkeitsstudie notwendigen Finanzierungsplan. Die Kosten für die später zu erstellende Machbarkeitsstudie werden mit 32 368  Euro veranschlagt. Diese könnte mit 50 Prozent aus dem Förderprogramm „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ gefördert werden.

„Diese Auftragsvergabe zu beschließen ist jedoch Sache des im Juni zu wählenden Gemeinderats“, sagte Bürgermeister Oliver Friebolin abschließend.

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