Eimeldingen Vogel-Walliser plant neue Anlage

Beatrice Ehrlich
Auf dem Betriebsgelände in Eimeldingen soll die neue Asphaltmischanlage aufgestellt werden. Foto: Beatrice Ehrlich

Gemeinderat billigt Vertrag über Planungskosten

Der steigende Preis für CO2-Emissionen zwingt im Straßenbau zum Umdenken. Wie die Wende zu einer energieeffizienteren und eines Tages CO2-freien Asphaltproduktion auch mithilfe einer neuen, leistungsfähigeren Asphaltmischanlage gelingen soll, und wie man sich damit gegenüber der Konkurrenz behaupten will, machten Geschäftsführerin Nicole Walliser und ihr Team in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag deutlich.

Anders als bisher soll die neue, maximal 40 Meter hohe Anlage auf dem Betriebsgelände in Eimeldingen aufgebaut werden. Ein Schwerpunkt soll künftig auf dem Recycling gebrauchter Straßenbeläge liegen. Um den Bau zu ermöglichen, muss der geltende Bebauungsplan „Niederfeld II“ neu überplant und der Flächennutzungsplan punktuell geändert werden.

Der dafür notwendigen Planungskostenvereinbarung mit dem Unternehmen stimmte der Gemeinderat bei einer Enthaltung von Martina Bleile zu. Dieser zufolge übernimmt das Unternehmen sämtliche Kosten des Planungsverfahrens und die Folgekosten des Bebauungsplans, etwa für Erschließungsmaßnahmen.

Festgelegt ist dort auch, dass die Kosten für die Dienste eines von der Gemeinde beauftragten Stadtplanungsbüros und einer entsprechenden Rechtsberatung von der Firma Vogel-Walliser als Vorhabenträgerin der Gemeinde erstattet werden.

Durch den Neubau würden mehr, wenn auch nicht viel mehr Lastwagen-Fahrten von Eimeldingen aus anfallen, wie Micha Hauser, Leiter Anlagentechnik, vorrechnete. Zusätzlicher Lärm und Geruchsbelästigung seien nicht zu erwarten. Von einem Steinbrecher, der bisher viel Lärm verursache, werde man sich trennen. Da die Anlage in der bestehenden, rund zwölf Meter tiefen Kieswerk-Grube zu stehen kommen soll, werde sie maximal rund 28 Meter über die Geländehöhe hinausragen.

Wenn die Bäume grün sind, sei die Anlage kaum zu sehen, hieß es auf Nachfrage von Gemeinderätin Martina Bleile, die Zweifel äußerte, ob die Anlage wirklich kaum sicht- und hörbare Veränderungen mit sich bringen werde. Bisher war das in Eimeldingen angelieferte Material zu einer Asphaltmischanlage in Haltingen gebracht, und von dort aus auf die Baustellen gefahren worden. Indem man die Herstellung am Standort Eimeldingen zusammenführe, würden trotz der höheren Produktionskapazitäten auch Lastwagenfahrten eingespart, führte Hauser vor Augen.

Die Eimeldinger Gemeinderäte hatten sich bereits im Vorfeld der Sitzung bei Betriebsbesichtigungen über moderne Asphaltmischanlagen informiert. Eine Frage bezog sich daher auf die dort jeweils vorhandene „Einhausung“, die auf der Präsentation des Unternehmens in der Sitzung nicht zu sehen gewesen sei. Auch die Eimeldinger Anlage werde eine Hülle erhalten, versicherte Hauser. Für Freude im Rat sorgte die Auskunft, die am Schornstein entstehende Restwärme könne durchaus in ein künftiges Nahwärmenetz eingespeist werden.

Um das „Nadelöhr“ der Märkter Straße künftig zu umgehen, will das Unternehmen künftig eine neue und bereits genehmigte eigene Zufahrtsstraße direkt von der Kreisstraße 6326 aus nutzen.

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