Eishockey Wilder Schlagabtausch mit Happyend

Uli Nodler
Nick Master jubelt in der Overtime Foto: Grant Hubbs

In der DEL2 siegt der EHC Freiburg am Freitag gegen Landshut in der Verlängerung mit 6:5.

Kontrastreicher können Spielabschnitte nicht sein. In zwei dieser Drittel – dem ersten und dem letzten – präsentierte sich der EHC mit all seinen Stärken, die auch schon vor der Deutschland-Cup-Pause sichtbar gewesen waren: Das wurde in beiden Dritteln jeweils mit zwei Toren belohnt.

Dem gegenüber stand jedoch das Mitteldrittel, das dem EHC wieder einmal fast zum Verhängnis geworden wäre. Alle Gegentreffer, fünf an der Zahl, kassierten die Schützlinge von Headcoach Timo Saarikoski in diesem aus Wölfe-Sicht rabenschwarzen Mittelabschnitt. Und wieder kassierten die Freiburger Gegentore im Sekundenabstand. Und das gleich zweimal!

Die Gastgeber machten den Wölfen nämlich nicht nur ihre 2:0-Führung zunichte, sondern schockten den Gast mit zwei weiteren schnellen Treffern zum 3:5-Rückstand. Doch so enttäuschend dieser Verlauf mit Mitteldrittel war, gilt es auch hervorzuheben, wie es den Wölfen gelang, im Schlussabschnitt wieder die Leistung aufs Eis zu bringen, die das Freiburger Spiel der ersten 20 Minuten geprägt hatte.

Im Startdrittel war der EHC Freiburg nämlich bereits nach 30 Sekunden durch Nick Master in Führung gegangen und hätte nach einem Pfostenschuss von Parker Bowles in der 10. Spielminute gar eine höhere Führung verdient gehabt. Während der Gastgeber die größeren Spielanteile gehabt haben mag, fuhr Freiburg stets die zielgerichteteren Angriffe – was letztlich mit Marvin Nehers sattem Schlenzer zum 2:0 aus Wölfe-Sicht belohnt wurde.

Landshuts Fünf-Tore-Reigen im Mittelabschnitt hatte der EHC nur den einen Treffer von Parker Bowles nach Chip-Pass von Ludwig Nirschl entgegenzusetzen.

Die Wölfe zeigten sich dabei insbesondere beim Gegentreffer zum 3:5 am eigenen Torraum nachlässig und begannen daraufhin das letzte Drittel mit einem unnötigen Foul in der gegnerischen Zone. Alles deutete also darauf hin, dass dieser Eishockeyabend für Blau-Weiß-Rot in einer neuerlichen Niederlage enden würde. Doch eine Parade von Goalie Luis Benzing, der nach 40 Minuten David Zabolotny im Wölfe-Kasten ersetzt hatte, und Nikolas Linsenmaiers Anschlusstreffer zum 4:5 waren es dann, der das Momentum wieder auf die Seite vom EHC Freiburg schwingen ließ. Freiburgs Nummer neun wiederum fand kurz danach Ludwig Nirschl, der den Ausgleich markierte. In der Verlängerung machte dann Nick Master mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend den Auswärtssieg perfekt. pd/nod

Tore: 0:1 (1.) Master (Billich, Hahn), 0:2 (11.) Neher (Nirschl, Linsenmaier), 1:2 (21.) McLellan (Kharboutli, McLellan), 2:2 (24.) Kharboutli (McLellan), 2:3 (31.) Bowles (Nirschl, De Los Rios), 3:3 (33.) Kharboutli (McLellan, Pageau), 4:3 (35.) Zientek (L. Brandl/T. Brandl), 5:3 (38.) Kornelli (Kharboutli, Cameron) – PP1, 5:4 (45.) Linsenmaier (Bowles, Tabolotny), 5:5 (48.) Nirschl (Linsenmaier), 5:6 (63.) Master (Nirschl). Strafminuten: Landshut 8, Freiburg 14.

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