FC Basel Alternativen sind rar gesät

Zu selten laufen Silvan Widmer (links) und Taulant Xhaka (2.v.l.) vom FCB ihrem Gegenspieler auf und davon. Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Kevin Bua, Zdravko Kuzmanovic, Emil Bergström und Edon Zhegrova: Sie alle sind seit dem 1. Juli nicht mehr beim FC Basel. Entsprechend eingeschränkt sind die Möglichkeiten, die sich Coach Marcel Koller bieten. Mau sieht es besonders auf den Flügeln aus. Mit Valentin Stocker steht nur ein gelernter Außenspieler zur Verfügung.

Von Mirko Bähr

Basel. „Wir haben die Spieler, die wir haben“, sagt Koller, dessen Team in der Super League heute, 18.15 Uhr, im St. Jakob-Park auf Xamax Neuenburg trifft. Luca Zuffi, Ricky van Wolfswinkel und Afimico Pululu stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Zu allem Überfluss hat sich Innenverteidiger Omar Alderete beim 1:2 unter der Woche in Lugano noch eine unnötige Rote Karte kurz vor dem Schlusspfiff abgeholt. Er muss zwei Spiele zugucken. Das alles sorgt für enorme Personalnot beim Tabellendritten. Koller muss improvisieren.

Kaum brauchbare Flanken im Tessin

Spieler müssen auf ungewohnten Positionen ran. Das funktioniert nicht immer. So wie im Tessin. Da agierte Basel mit einem 4-4-2-System. Indes wurden die beiden kopfballstarken Stürmer kaum einmal mit brauchbaren Flanken gefüttert. „Die Variante hat sich gut angefühlt“, meinte Koller nach dem Match. Doch habe er wenig Zeit gehabt, um dieses neue System im Training einzustudieren.

„Scheißspiel, zum Vergessen. Weiterschauen. Weiterarbeiten“: Das war kurz und bündig das, was Jonas Omlin, der Keeper des FCB, zum Match zu sagen hatte. Knorzig sei die Leistung seiner Elf gewesen. Die Folge: Der Rückstand auf den Spitzenreiter hat sich wieder vergrößert. Es sind nun acht Punkte. Das Ziel, nochmals in den Titelkampf einzugreifen, ist in weite Ferne gerückt. Noch neun Partien stehen auf dem Programm, das letzte Saisonviertel also.

Basel darf sich nun keinen Ausrutscher mehr erlauben. Im Heimspiel gegen das Schlusslicht ist ein Erfolg Pflicht. Erst vor wenigen Tagen konnte der FCB in Neuenburg mit zwei späten Toren die Oberhand behalten. Seit 19 Super League-Spielen ist Basel gegen Xamax ohne Niederlage. Das macht Hoffnung. Eine weitere Statistik dagegen weniger: Nur zehn Punkte sammelte Basel im dritten Meisterschaftsviertel.

Für Koller geht es in den verbleibenden Partien auch um seine Zukunft am Rheinknie. Nur bei einem Titelgewinn verlängert sich sein Vertrag. Der „Blick“ hat sich schon einmal mit seinen Nachfolgern befasst. Neben Alex Frei, dessen Name immer wieder auftaucht, werden da auch Ex-Bundesligacoaches wie Markus Weinzierl, Alfred Schreuder, Martin Schmidt, Manuel Baum, Alexander Zorniger, Sandro Schwarz, Alexander Nouri oder Markus Babbel aufgeführt. Nicht zu vergessen: Patrick Rahmen.

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