FC Basel Auch in Bern ist etwas drin

Seine Tore braucht es heute wieder: Stürmer Arthur Cabral ist beim FC Basel ein entscheidender Baustein.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Die Fronten sind geklärt: Meister sind die Young Boys aus Bern. Wieder einmal. Dahinter streiten sich noch fünf Teams um Rang zwei. Vier Super League-Partien sind noch zu absolvieren. Der FC Basel liegt punktgleich mit Servette auf Rang zwei. Heute steht ab 20.30 Uhr die Auswärtsaufgabe beim BSC auf dem Programm.

Von Mirko Bähr

Bern. Dass der Gegner vor lauter Feierlichkeiten und dem bereits schon länger feststehenden Titel die Partie nicht mehr allzu ernst nimmt, davon geht FCB-Interimscoach Patrick Rahmen nicht aus. „Da geht es um das Prestige“, weiß er. Auch die Niederlage zuletzt gegen Servette habe den alten und neuen Meister sicherlich gewurmt. „YB will gewinnen“, ist sich Rahmen sicher.

Und so müssten seine Schützlinge wieder ihre beste Leistung abrufen, um im Stadion Wankdorf zu punkten. Der FCB hat seit fünf Partien nicht mehr verloren. Seit Rahmens Amtsantritt gab es drei Siege und zwei Remis. Und auch beim Gastspiel in Bern rechne er nicht mit einer Niederlage.“ „Ich rechne nie mit einer Niederlage“, schmunzelt Rahmen, der sich durchaus Chancen ausrechnet, auch bei YB zu bestehen. „Klar, Bern kann befreit aufspielen, sie sind ja schon Meister, aber auch wir haben genügend Argumente gesammelt, die wir ausspielen können. Die Jungs sind heiß.“

Nicht ganz so einfach könnte sich die personelle Situation heute Abend gestalten. Gerade in der Innenverteidigung könnte Rahmen zur Rochade gezwungen sein. Fabian Frei, der zuletzt auf dieser Position aushalf, ist gesperrt, und Timm Klose plagt sich noch immer mit Oberschenkelproblemen herum. „Da müssen wir sehen, ob es reicht“, sagt Rahmen. Als Alternativen kommen Jasper van der Werff, Gonçalo Cardoso und Albian Hajdari in Betracht. „Da will ich aber nicht zu viel verraten“, meint Rahmen, der in Bern neben Frei definitiv nur auf Jorge (Kreuzbandriss), Andrea Padula (Knorpelschaden) und Taulant Xhaka (Innenband) verzichten muss. Angeschlagen ist neben Klose auch Amir Abrashi (krank).

Zwei offensiv ausgerichtete Teams

Rahmen glaubt an einen offenen Schlagabtausch. „Beides Teams werden nach vorne spielen. Wir werden uns nicht verstecken, das wäre der falsche Ansatz. Aber natürlich braucht es eine gute Defensive“, so der FCB-Coach, der hofft, dass seine Jungs dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können.

Besonderen Druck verspüre sein Team nicht. „Die Erwartungshaltung beim FCB ist immer groß. Da zählen nur Siege. Aber das ist nicht immer machbar. Wichtig ist für mich, dass wir unsere Leistung abrufen können, alles geben und geschlossen auftreten.“

Punkte braucht es im Saisonendspurt. Der FCB und Servette liegen im Kampf um Rang zwei gleichauf. Genf habe das auf dem Papier etwas leichtere Restprogramm zu absolvieren. Ein Vorteil für den direkten Konkurrenten? Rahmen glaubt das nicht, da so viele Teams nahe beieinander liegen würden und es Woche für Woche überraschende Ergebnisse gebe. „Es geht jetzt um die Wurst, da spielen Druck und die Tatsache eine Rolle, dass es nun auch etwas zu verlieren gibt“, so der Basler in Diensten des FCB.

Für ihn steht fest, dass das Ergebnis in Bern nicht darüber entscheidet, ob er Trainer bleibt oder nicht. „Da geht es um die künftige Ausrichtung und nicht um ein einzelnes Match.“

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