FC Basel Baumgartner ist neuer Präsident des FC Basel

Reto Baumgartner wird mit mehr als 90 Prozent der Stimmen zum Präsidenten des FC Basel gewählt.Foto: fcb.ch Foto: Die Oberbadische

Basel (mib/pd). Aufgrund der Corona-Pandemie hat der FC Basel seine 126. Generalversammlung schriftlich abgehalten. 2589 Mitglieder stimmten ab, nun stehen die Ergebnisse fest: Reto Baumgartner heißt der neue Präsident des FC Basel. 92 Prozent der Abstimmenden votierten für ihn. Er tritt damit die Nachfolge von Bernhard Burgener an, der das Amt zur Verfügung stellte.

Der Unternehmer, der 75 Prozent der Aktien und damit die Mehrheit der FC Basel 1893 AG besitzt, kann jedoch weiter über das Kerngeschäft des Klubs bestimmen und den Verwaltungsrat der Profi-Abteilung – mit Ausnahme des Delegierten des Vereins – selbst bestellen.

Die Mitglieder lehnten bei den schriftlichen Wahlen die vorgeschlagenen neuen Statuten ab. Außerdem wurden Burgener sowie CEO Roland Heri nicht für den Verwaltungsrat der AG empfohlen. Das darf durchaus als Denkzettel verstanden werden. Einzig Massimo Ceccaroni konnte eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen aufweisen. Die Jahresrechnungen von Verein und AG wurden gutgeheißen.

Baumgartner, der 2326 Stimmen erhielt und nun an der Spitze des Vereins steht, ist 53 Jahre alt, spielte vier Jahre lang als Profi bei den „Bebbi“ und gehörte bereits seit 2009 dem Vorstand an. Er ist Vize-Direktor beim Gewerbeverband Basel, Vater von drei Kindern und vertritt künftig den Verein als Delegierter im Verwaltungsrat der AG.

Mit ihm ebenfalls wieder in den Vereinsvorstand gewählt wurden Dominik Donzé und Benno Kaiser. Alle anderen Kandidaten scheiterten an der Hürde von 1295 Stimmen, die die absolute Mehrheit bedeuteten. Auch die in der jüngeren Vergangenheit viel diskutierte Bewegung „Yystoo für e FCB“ konnte nicht einen seiner fünf teilweise prominenten Kandidaten im Vorstand platzieren: weder Patrick Fassbind, Silvia Schenker, Jo Vergeat, Daniel Schreier noch Tobias Adler. Der Vorstand besteht damit nur noch aus drei Mitgliedern – die Minimalbesetzung.

„Das Schöne für mich ist, dass mich über 90 Prozent in den Vorstand gewählt haben. Das ist mehr als super, da bin ich sehr zufrieden und auch ein bisschen stolz“, meinte Baumgartner gegenüber dem Schweizer Nachrichtenportal www.nau.ch. Das Amt sei für ihn auch eine emotionale Sache. „Der FCB liegt mir als ehemaliger Spieler sehr am Herzen.“

„Wir werden uns in der jetzigen Konstellation demnächst treffen und schauen, was wir als nächstes in Angriff nehmen werden. Und darunter werden sicher Anpassungen der Statuten sein“, so Baumgartner zu den ersten Aufgaben in seinem neuen Amt. Und was hat er sich auf die Fahne geschrieben? „Die Unabhängigkeit des Vereins stärken und das Vereinsleben wieder aktivieren.“

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