FC Basel Bayer Leverkusen will Cabral

Arthur Cabral (2.v.r.), hier im Duell mit Dajan Shehi (FK Partizani), wird wohl kaum in Basel bleiben. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Eigentlich darf heute in Tirana nichts mehr passieren. Nach dem überzeugenden 3:0-Hinspielsieg im „Joggeli“ dürfte der FC Basel im Rückspiel gegen den albanischen Spitzenklub nichts mehr anbrennen lassen. Die Partie in der 2. Qualifikationsrunde der UEFA Europa Conference League beginnt um 20 Uhr.

Von Uli Nodler

Basel. Im Mittelpunkt wird aus Gästesicht sicherlich Torjäger Arthur Cabral stehen. Der FCB-Torjäger ist schon länger auf dem Radar internationaler Klubs. Der erfolgreichste brasilianische Torschütze in Europa der vergangenen Saison hat beispielsweise schon das Interesse aus Italien auf sich gezogen. Ein offizielles Angebot gab es vor einigen Tagen nicht, wie Philipp Kaufmann, Kaderplaner des FC Basel, jüngst erklärte.

Nun aber melden brasilianische Medien, dass Bayer Leverkusen ein Angebot für Cabral abgegeben hat. Zwischen sieben und acht Millionen Euro soll der Bundesligist zahlen wollen, der FCB aber fordere mindestens zwölf Millionen. Dies rührt auch daher, dass der FCB bei der Verpflichtung von Cabral für die erworbenen 50 Prozent rund vier Millionen bezahlt haben soll.

Eigentlich ist es keine Überraschung, dass Cabral auf internationalem Parkett Begehrlichkeiten weckt. Der Brasilianer ist eigentlich zu gut für die Schweizer Super League. Wenn Leverkusen den Zuschlag nicht erhält, dann wird es mit großer Wahrscheinlichkeit ein anderer europäischer Klub sein.

Zurück zum heutigen Conference League-Match, in dem die zweite von drei Qualifikationsrunden für die Conference League in Tirana perfekt gemacht werden soll. Dort könnte auf den FC Basel Ujpest Budapest warten.

Im Hinspiel haben die Basler vieles richtig gemacht. Daran wollen die „Bebbi“ nun heute mit einem komfortablen 3:0-Vorsprung im Rücken anknüpfen. Nun gilt es, die Aufbruchstimmung, von der Spieler, Trainer, Fans und FCB-Mitarbeiter in diesen Tagen so oft sprechen, in die Saison zu tragen und wieder eine Euphorie in der Region zu entfachen. Im Hinspiel und auch beim 2:0-Erfolg beim Super League-Auftakt gegen Aufsteiger Grasshoppers Zürich sah man den FC Basel auf einem guten Weg. Deshalb können sich die Basler nicht vorstellen, dass das noch schiefgehen wird.

Auch heute wird FCB-Coach Patrick Rahmen hoch pressen lassen, um die Angriffsbemühungen der Albaner früh zu unterbinden und auch in der eigenen Offensive Ausrufezeichen zu setzen.

Unterdessen hat der FC Basel die Durchlässigkeit zwischen Campus und St.-Jakob-Park gedrosselt. Der Weg zu den Profis soll nicht mehr so einfach sein wie in der Vergangenheit.

In der Startelf könnte auch heute wieder Inter-Mailand-Leihgabe Sebastiano Esposito auftauchen. Der 19-Jährige, der gegen Tirana eingewechselte wurde und dann gegen GC in der Anfangself stand, überzeugte Coach Rahmen.

Die Vorschusslorbeeren waren immens. Nicht nur in Italien wird er als Supertalent gehandelt. Esposito wird auf eine Stufe mit Ansu Fati vom FC Barcelona gestellt. Gegen die Grasshoppers setzte er eine erste Duftmarke. Vor dem 1:0 holte er den Freistoß heraus, das zweite Basler Tor köpfte er höchstpersönlich. Der Italiener zeigte viel Präsenz auf dem Platz. „Sein Potenzial ist enorm. Der Ball macht, was Esposito will. Und er arbeitet defensiv auch gut gegen den Ball“, lobte Coach Rahmen den Neuzugang.

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