FC Basel „Bebbi“ gehören zu den 16 Besten

Die Oberbadische, 06.12.2017 16:15 Uhr

Gnadenlose Effizienz und viel Köpfchen: Der FC Basel steht zum dritten Mal in der K.o.-Runde der Champions League und gehört damit zu den 16 besten Teams des Kontinents. Der Jubel nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg bei Benfica Lissabon, der durch zwei Kopfballtreffer zustande kam, war natürlich riesig.

Von Mirko Bähr

Basel. Im halb leeren Stadion des Lichts (Estádio da Luz) nutzte der FC Basel in Manier eines europäischen Schwergewichts seine wenigen Chancen konsequent, um am Ende sein viertes von sechs Gruppenspielen für sich zu entscheiden.

Die eingefahrenen zwölf Punkte sind neuer Vereins-Rekord in der europäischen Königsklasse. Die bisherige Bestmarke von elf Zählern stammte aus der Saison 2011/12. „Wir kommen von weit her. Die Entwicklung in den vergangenen zwei, drei Monaten war toll. Zwölf Punkte – das ist unglaublich“, war Trainer Raphael Wicky nach der Partie natürlich überglücklich.

„Mir fehlen die Worte - und dafür braucht es viel. Jeder Einzelne kann stolz auf sich sein. Was die Mannschaft, der Trainer und der Staff erreicht haben, ist phänomenal“, gab Sportchef Marco Streller zu Protokoll. Dessen Miene hellte sich schon nach fünf Spielminuten auf, als Michael Lang – der Außenverteidiger blieb diesmal ausnahmsweise ohne Torerfolg – eine punktgenaue Flanke schlug, die Mohamed Elyounoussi zur Führung einnickte.

Ein Treffer, der die Nerven im Gästelager beruhigte. Allerdings nicht für lange Zeit, denn die Hausherren kamen immer besser rein ins Spiel und zu einigen guten Möglichkeiten. Auch der Schweizer Haris Seferovic vergab aber den Ausgleich. Der FCB setzte seine gute Ausgangslage aufs Spiel, zumal im Parallelspiel ZSKA Moskau bei Manchester United mit 1:0 führte. Ein Gegentor und der FC Basel hätte mit der Europa League vorliebnehmen müssen.

Dazu kam es nicht. Den zum einen drehte Manchester die Partie vor eigener Kulisse und zum anderen hob Dimitri Oberlin ab und hechtete einen von Manuel Akanji weitergeleiteten Freistoß Luca Zuffis zum 2:0 nach 65 Minuten in die Maschen. Und da war ja auch noch Basels Keeper Tomas Vaclik, der weitere Chancen der Gastgeber zunichte machte.

Die letzten 30 Minuten mutierten zu einer Art Schaulaufen für den Schweizer Meister, der nach dem Umbruch schlicht Unglaubliches auf allerhöchstem Niveau geleistet hat.­ Auch Raphael Wicky durfte dann beruhigt auf die Uhr schauen. „Da wussten wir, dass jetzt viel passieren müsste, damit wir nicht weiterkommen“, meinte der Cheftrainer.

Apropos Weiterkommen: Das beschert dem FCB im kommenden Frühjahr nicht nur zwei Partien gegen ein europäisches Top-Team, sondern auch einen satten Batzen an Einnahmen. Sieben Millionen Franken gibt es schon alleine für das Erreichen des Achtelfinals.

„Ich realisiere es noch nicht ganz. Das ist die Krönung dieser Gruppenphase. Unglaublich, was wir geleistet haben. Wir haben viermal gegen gute Gegner zu null gespielt. Wenn man schaut, wie wir in die Saison gestartet sind und wo wir jetzt stehen, muss man sagen, dass wir einen Riesensprung gemacht haben“, war Michael Lang sichtlich zufrieden.

Benfica Lissabon – FC Basel 0:2 (0:1). - Tore: 0:1 (5.) Elyounoussi, 0:2 (65.) Oberlin. SR: Jesús Gil Manzano. Z.: 22 470

Benfica Lissabon: Svilar; Douglas, Lisandro López, Jardel, Eliseu; João Carvalho, Samaris (73. André Almeida), Pizzi (73. Barbosa); Zivkovic, Seferovic, Diogo Gonçalves (62. Jonas).

FC Basel: Vaclik; Suchy, Akanji, Balanta; Lang, Xhaka, Zuffi, Petretta (82. Riveros); Steffen (94. Fransson), Oberlin (88. Bua), Elyounoussi.

 
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