FC Basel „Bebbi“ machen alles richtig

Fabian Frei (hinten) umspielt Eintracht-Torwart Kevin Trapp und schiebt zum 1:0 für den FC Basel ein.Foto: dpa Foto: Die Oberbadische

Es bleibt dabei. Der FC Basel zeigt auf europäischer Ebene ein deutlich freundlicheres Gesicht, als er es in der zu Ende gegangenen Super League-Saison getan hatte. So qualifizierten sich die „Bebbi“ am Donnerstagabend gegen eine plan-, ideen- und hilflose Eintracht aus Frankfurt mit einem hochverdienten 1:0-Erfolg für die Finalrunde in der Europa League.

Von Uli Nodler

Basel. Nun geht’s für den FCB am kommenden Dienstag in der Arena „AufSchalke“ gegen Schachtar Donezk. Der ukrainische Meister, der den VfL Wolfsburg im Rückspiel in Kiew locker ausgeschaltet hatte, dürfte allerdings wesentlich mehr Qualität als die erschreckend schwachen Frankfurter haben. Den Hessen gelang das Comeback nach der 0:3-Heimniederlage vor 147 Tagen ganz und gar nicht, obwohl von Seiten der Gäste vor der Partie große Töne gespuckt wurden. Keine Frage: Das war über weite Strecken ein jämmerlicher Auftritt gegen einen klar besseren FC Basel.

Zu keiner Zeit kam im leeren St. Jakob-Park das Gefühl auf, dass die Eintracht ernsthaft gewillt war, den hohen Rückstand aufzuholen. Es blieb weitestgehend bei ein paar Halbchancen, die die beeindruckende Gastgeber-Defensive vor keinerlei Probleme stellte. „Mir hat vor allem die defensive Solidarität gefallen“, freute sich auch Basels Trainer Marcel Koller. Lediglich einmal musste Torwart Djordje Nikolic, als er gegen den Linksaußen Filip Kostic mit einer mirakulösen Fußabwehr rettete, Kopf und Kragen riskieren.

Seiner Taktik, die Frankfurter aus einer stabilen Defensive immer wieder mit Kontern zu ärgern, ging hundertprozentig auf. Die Gastgeber hätten allerdings den Sack schon viel früher zumachen können. Nicht weniger als dreimal mussten Gästespieler für ihren geschlagenen Torhüter auf der Torlinie klären. Dennoch war Kevin Trapp mit weitem Abstand bester Frankfurter. Die Feldspieler blieben dagegen fast alles schuldig. Kampfgeist allein reichte letztlich gegen einen gut organisierten FCB nicht. Das einzige Tor der Partie erzielte schließlich Fabian Frei kurz vor Schluss, als er mit einer Energieleistung in den Frankfurter Strafraum eindrang, Trapp umspielte und den Ball ins leere Tor schob.

Bei den „Bebbi“ dagegen war die Freude groß über das Erreichen des Finalturniers, das in der nächsten Woche in Nordrhein-Westfalen beginnt. „Die Qualifikation für das Viertelfinale ist sensationell, aber wir wollen an diesem Turnier nicht nur mitspielen, sondern so weit wie möglich kommen“, jubelte Torschütze Fabian Frei.

Tore: 1:0 (88.) Frei. SR: Lahoz (Spanien). Keine Zuschauer.

FC Basel: Nikolic – Widmer, Cömert, Alderete, Petretta – Xhaka (87. Marchand), Frei - Stocker (66. van Wolfswinkel), Campo, Pululu (66. van der Werff) – Cabral (80. Ademi).

Eintracht Frankfurt: Trapp – da Costa (76. Chandler), Abraham, Hinteregger, N’Dicka (46. Hasebe) – Kohr, Rode (67. Ilsanker), Kostic – Silva (46. Gonçalo Paciência), Kamada, Dost.

Bemerkungen: FCB ohne Omlin, Ramires, Zuffi (alle verletzt) und Oberlin (nicht spielberechtigt).

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