FC Basel „Bebbi“ ziehen in die Gruppenphase ein

Uli Nodler
Liam Millar scheitert mit seinem Fallrückzieher an Sofias Keeper Gustavo Busatto. Foto: Hubbs

Wie schon gegen Bröndby, so lagen sich auch am Donnerstagabend im St. Jakob-Park alle Rot-Blauen in den Armen. Mit dem 2:0 in der regulären Spielzeit hat der FC Basel das Rückspiel gegen ZSKA Sofia gedreht und damit die Gruppenphase in der Conference League gebucht.

Von Uli Nodler

Basel. Noch aber liegt vieles im Argen beim FCB. Bis auf wenige Ausnahmen war es mehr als 60 Minuten lang gegen erschreckend schwache Bulgaren ein blutleeren Auftritt – ohne Esprit, dafür aber mit einer eklatanten Abschlussschwäche. Das junge, wohl entwicklungsfähige Team hat aktuell nicht die Qualität, um national und international Bäume auszureißen. Dafür fehlt dem Team ganz einfach die Qualität.

Oben auf der VIP-Tribüne sind Klub-Eigner David Degen Zentnerlasten vom Herzen gefallen sein, ist doch sein finanziell nicht auf Rosen gebetteter FCB auf den rund drei Millionen Euro Zuschlag für den Einzug in die Gruppenphase angewiesen. Ansonsten hätte man wohl den einen oder anderen Spieler aus dem Kader wieder abgeben müssen.

Auch Trainer Alex Frei erhofft sich von diesem Erfolg Rückenwind. Doch auch er weiß, dass die Dreifachbelastung von Meisterschaft, Pokal und internationalem Einsatz mit vielen „englischen Wochen“ Kräfte rauben wird. So gesehen erscheint es eher unwahrscheinlich, dass die Rot-Blauen in diesem Jahr in das Super League-Titelrennen eingreifen können.

Die „Bebbi” waren vom Anpfiff weg klar überlegen und hätten eigentlich in Führung gehen müssen. Doch einmal mehr wurde in der 18. Minute die mangelnde Cleverness im Abschluss deutlich. Ein Pass in die Tiefe brachte Wouter Burger in Stellung. Per Kopf leitete der zentrale Mittelfeldspieler die Kugel zu Andi Zeqiri weiter. Seinen Schuss aus der Drehung ließ Sofias Keeper Gustavo Busatto nach vorne, genau vor die Füße von Zeki Amdouni abklatschen. Doch der knallte den Ball Busatto aus fünf Meter wieder an die Brust.

Sieben Minuten später glänzte Linksaußen Liam Miller mit einem spektakulären Fallrückzieher. Doch wieder war Busatto zur Stelle.

Viel Leerlauf im Basler Spiel

Bis zur Halbzeit war dann gegen die biederen Bulgaren viel Leerlauf im Spiel des FCB. Es kam trotz dieser Überlegenheit kein Spielfluss zustande. Und hinten offenbarten sich bei Arnau Comas Geschwindigkeits-Defizite, die bei einem stärkeren Gegner als Sofia ins Auge gehen könnten.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit begannen, wie die letzten des ersten Durchgangs aufgehört hatten. Die Bulgaren stellten sich hinten rein, wollten kein Gegentor schlucken, und den Schützlingen eines zuweilen wild gestikulierenden Alex Frei fiel herzlich wenig ein. So war Sofias Abwehrriegel nicht zu knacken. Unglaublich, was die Basler Fans, die ihre Mannschaft pausenlos anfeuerten, für einen Langmut an den Tag legten.

Doch dann brachte ausgerechnet einer den FCB in die Spur, der bislang überhaupt nicht aufgefallen war. Amdouni spielte Fabian Frei an. Der Basler Kapitän nahm den Ball im gegnerischen Strafraum gekonnt an und verlud dann Busetto.

Der Führungstreffer weckte neue Lebensgeister beim Gastgeber. Und als von Sofia nichts mehr kam, erzielte der FC Basel halt noch das 2:0. Ein kurioses Tor. Nach Zuspiel des eingewechselten Darian Males schoss Außenverteidiger Michael Lang Busatto den Ball am kurzen Pfosten durch die Beine ins Tor. Basler Glückseligkeit nach einem über weite Strecken doch uninspirierten Auftritt

FC Basel – ZSKA Sofia 2:0 (0:0). Tore: 1:0 (66.) Fabian Frei, 2:0 (84.) Lang.

FC Basel: Hitz – Lang (86. López), Adams Nuhu, Comas, Pelmard – Frei, Burger – Ndoye, Amdouni., Millar (65. Szalai), Zeqiri (74. Males).

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