FC Basel „Bebbi“ Zünglein an der Waage

Mittelstürmer Arthur Cabral ist einer der Wenigen im FCB-Kader, der die Erwartungen hundertprozentig erfüllte.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Mit einem blauen Auge ist der FC Basel in der aktuellen Saison in der Schweizer Super League davongekommen. Mehr Höhen und Tiefen prägten den sportlichen Auftritt des Traditionsklubs in der Stadt am Rheinknie. Dennoch reichte es am Ende für Platz zwei und damit auch für die Teilnahme an der UEFA-Conference League.

Von Uli Nodler

Basel. Der FC Basel beendet die Saison 20/21 am heutigen Freitag mit einem Auswärtsspiel beim FC Sion. Anpfiff im Stadion Tourbillon ist um 20.30 Uhr. Während das Match für die „Bebbi“ lediglich noch Image-Charakter aufweist, geht es für die Walliser um wesentlich mehr. Sion steht aktuell auf dem letzten Tabellenplatz. Bliebe es dabei, würde der FCS direkt in die Challenge League absteigen.

Doch es besteht Hoffnung für die Walliser. Denn: Der Rückstand auf den Neunten und Vorletzten FC Vaduz beträgt lediglich einen Zähler.

Für Spannung in Sion ist also gesorgt. Bei einem FCB-Sieg steigt der Gastgeber direkt ab. Sollten sich Sion und Basel unentschieden trennen, müsste der FC Vaduz sein letztes Saisonmatch beim FC Zürich verlieren und hätte dann bei Punktgleichheit die schlechtere Tordifferenz als der FCS. Die Liechtensteiner haben allerdings unlängst Sion locker mit 3:0 geschlagen und dürften gegen einen nicht unbedingt hoch motivierten FCZ, der aller Abstiegssorgen ledig ist, nicht chancenlos sein.

Allerdings stünde dann der Tabellenneunte der Super League in der Abstiegs-Relegation vor einer hohen Hürde. Der Gegner ist entweder der aktuelle Spitzenreiter Grasshoppers Zürich oder der vor dem letzten Spieltag einen Punkt hinter GC klassierte FC Thun.

An der Tabellenspitze sind alle Entscheidungen gefallen. Young Boys Bern ist schon seit etlichen Wochen Meister. Dahinter haben sich der FC Basel und auch Servette Genf für die Qualifikation auf internationaler Ebene positioniert.

FCB international im Einsatz

Während auf der Funktionärsebene die Rollen in den vergangenen Wochen neu verteilt wurden, sind personelle Entscheidungen im sportlichen Bereich aktuell noch dünn gesät.

Klar ist nur, dass Notnagel Patrick Rahmen den FC Basel auch in der kommenden Spielzeit 2021/22 coachen wird. „Patrick Rahmen ist unser Trainer und wird unser Trainer bleiben“, wird der neue Klub-Boss David Degen in dieser Woche bei einem Pressetermin von der „Basler Zeitung“ zitiert. Außerdem hat ein siebenköpfiger Verwaltungsrat um den Exprofi Degen künftig in der FCB Holding AG auch in sportlichen Belangen das Sagen.

Mit dem Ausstieg des bisherigen Eigners Bernhard Burgener dürfte auch das nach der Entlassung von Urs Fischer im April 2017 mit dem damaligen Sportchef Marco Streller initiierte neue Konzept auf dem Prüfstand stehen. Die Verantwortlichen sind damals zu dem Schluss gekommen, dass sie für die Umsetzung ihres Konzepts „Für immer rotblau“ im Rahmen des anstehenden Umbruchs auch Akzente auf der wichtigen Position des Trainers setzen wollen. Geholt wurde Raphael Wicky. Ein Jahr später folgte Alexander Frei. Der räumte den Trainerposten bereits nach fünf Tagen wieder. Nach dem ehemaligen FCB-Profi übernahm Marcel Koller am 1. August 2018 den Trainer-Chefposten. Auch er konnte die zwischenzeitliche Dominanz von Young Boys Bern im Schweizer Fußball nicht brechen. Im vergangenen Jahr wurde Koller von Ciriaco Sforza abgelöst. Am 5. April dieses Jahres war für Sforza Schluss, nachdem der FCB kurzzeitig sogar in Abstiegsgefahr geraten war. Patrick Rahmen übernahm und führte die Basler in den letzten Wochen noch auf den zweiten Tabellenplatz.

Dem einstigen Konzept, das die Integration junger Spieler in die 1. Mannschaft fördern sollte, war trotz guter Ansätze bislang ein eher suboptimaler Erfolg beschieden. Auch da muss der Hebel angesetzt werden.

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