FC Basel Bis zur letzten Sekunde alles geben

Von seinen jungen Spielern wie Arthur Cabral fordert Basels Trainer Ciriaco Sforza mehr Leidenschaft auch im Training.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Der FC Basel muss in der Super League die Berner Young Boys einmal mehr ziehen lassen. Mit einem Spiel mehr auf dem Buckel beträgt der Rückstand der „Bebbi“ auf den Spitzenreiter schon acht Zähler. Weil es hinter Bern aber richtig eng zugeht, benötigt der FCB dringend Punkte, um immerhin Rang zwei zu verteidigen. Heute Abend ist Rotblau beim FC Lausanne-Sport zu Gast.

Von Mirko Bähr

Basel. Ehe es für Ciriaco Sforza und seine Schützlinge am 18. Spieltag ins Waadtland geht und ab 20.30 Uhr der erste Auftritt im neuen „Stade de la Tulière“ auf dem Programm steht, muss sich der Trainer mit der Frage nach vielen Gegentreffern beschäftigen. In den jüngsten drei Partien schlug es nämlich gleich achtmal im Kasten von Keeper Heinz Lindner ein.

„Wenn man sich die Tore anschaut, und ich habe sie analysiert, dann kommt man schnell zur Erkenntnis, dass es eine Frage der Konzentration und des richtigen Zweikampfverhaltens ist. Jeder Einzelne muss den unbedingten Willen haben, kein Gegentor zu bekommen“, ließ Sforza in der virtuellen Medienkonferenz gestern Mittag wissen. Das Wichtigste sei, dass jeder Spieler nun bei sich bleibe und es besser machen wolle. Es gelte, die Aufgaben zu erfüllen und die richtige Einstellung im Zweikampfverhalten an den Tag zu legen.

Während der FC Lugano zuletzt auf Konter setzte, wird der FCB in Lausanne auf einen Gegner treffen, der selbst mitspielen will. „Lausanne ist spielerisch sehr gut, das haben die Spieler schon oft gezeigt“, sagt Sforza, der von seinem Team deshalb nichts weniger erwartet, als dass es eine „Top-Leistung“ auf den Rasen bringt. „Jeder muss bis zur letzten Sekunde alles geben.“

Diese Leidenschaft scheint Sforza gerade bei seinen jüngeren Akteuren zu vermissen. So wurde bei der Medienkonferenz durchaus deutlich, dass Torjäger Arthur Cabral oder auch Top-Vorlagengeber Afimico Pululu zwar „junge Talente“ seien, aber gerade in den Trainingseinheiten nicht immer alles in die Waagschale werfen würden. „Ich will spüren, dass sie besser werden, immer Gas geben und immer gewinnen wollen“, machte Sforza deutlich.

Zuletzt setzte der FCB-Coach eher auf die arrivierten Kräfte, vielleicht auch, um die Jungen etwas zu kitzeln. Einer aus der älteren Garde ist Amir Abrashi, Neuzugang aus Freiburg, der gleich gegen Lugano zeigte, warum er so wichtig für die Mannschaft sein kann. „Er geht da hin, wo es weh tut. So einen brauchen wir“, stellte Sforza fest. Ob Abrashi allerdings in Lausanne auflaufen kann, ist aufgrund einer Blessur noch fraglich.

Spielberechtigt wäre auch Gonçalo Cardoso, der erst vor wenigen Tagen aus Portugal ans Rheinknie kam. „Er ist ein junger Top-Spieler, aber ob er nach ein, zwei Trainingseinheiten schon zum Einsatz kommt, glaube ich nicht“, erklärte Sforza, der im schmucken „Stade de la Tulière“ weiter auf Silvan Widmer (Entzündung) sowie die Langzeitverletzten Jorge (Kreuzband) und Taulant Xhaka (wurde gestern operiert) verzichten muss.

Mittelfeldakteur Luca Zuffi dagegen hat wieder mittrainiert und steht gegen den Tabellensechsten im Kader.

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