FC Basel Dem FCB stehen harte Zeiten bevor

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Guillermo Abascal vermisst bei seiner Mannschaft die Siegermentalität. Seine Arbeit als Trainer wird analysiert. Foto: Michael Hundt

Basel (mhu). Bleibt der FC Basel seiner bisherigen Linie treu und spielt wieder nur remis oder gelingt nach drei Unentschieden in Folge endlich wieder ein Sieg? Das ist vor dem Heimspiel am Sonntag (Anstoß 16.30 Uhr) gegen den FC Luzern die Frage aller Fragen. Und 42 ist dieses Mal nicht passende Antwort.

Der amtierende Pokalsieger vom Vierwaldstätter See steckt derzeit in einer tiefen Formkrise, rangiert nur auf dem vorletzten Tabellenplatz. Für die Rotblauen kein gutes Zeichen, denn am vergangenen Wochenende tat sich Rotblau mit dem FC Sion, die auch im unteren Drittel der Tabelle stehen, extrem schwer, kam nur zu einem 2:2.

Definitiv nicht mit von der Partie wird Raoul Petretta sein. Er fehlt der ersten Mannschaft des FC Basel nunmehr seit zweieinhalb Monaten. Anfang Februar zog der Linksverteidiger sich im Training eine Bänderverletzung sowie eine knöcherne Läsion an einem der Fußwurzelknochen im linken Fuß zu. Gegen Carouge wollte der Abwehrspieler ein Comeback starten, stand in der Startformation der U21. Doch bereits nach 20 Minuten musste Petretta sich auswechseln lassen. Er spürte seine Bänderverletzung. Ein Einsatz in der ersten Mannschaft ist am Sonntag somit fast aussichtslos.

Derzeit plagen den FC Basel zwei gravierende Probleme: Sportlich fehlt es den „Bebbi“ einfach an dem einen oder anderen Spieler mit dem sogenannten Siegergen, dem unbedingten Willen, ein Spiel mit aller Macht erfolgreich zu beenden. Dieses Problem lässt sich derzeit nur schwer lösen. Zum einen ist das Transferfenster schon lange geschlossen. Zum anderen fehlen dem FC Basel derzeit die finanziellen Mittel.

Am vergangenen Mittwoch präsentierte der Schweizer Erstligist die Zahlen für das Geschäftsjahr 2021. Laut Finanzvorstand Mirko Brudermann hat die FC Basel AG einen Verlust von 14,4 Millionen Franken gemacht. Dieser sei mit Eigenkapital aus der FC Basel 1893 AG ausgeglichen worden. Allerdings haben die Rotblauen nun kaum noch finanzielle Reserven. Durch einen rigiden Sparkurs sollen nun die leeren Kassen wieder gefüllt werden. Vor allem die Gehälter der Profis scheinen FCB-Besitzer David Degen dabei ein gewaltiger Dorn im Auge zu sein.

Der Zug in der Meisterschaft scheint ohnehin abgefahren zu sein. Wenn es ganz bitter läuft, dann darf der FC Zürich bereits am nächsten Wochenende die Meisterschaft feiern – nach dem Gastspiel im St. Jakobspark. Doch das ist noch Zukunftsmusik. Für die Mannschaft von Cheftrainer Abascal gilt es nun Platz zwei – und somit die Teilnahme im europäischen Geschäft in der kommenden Saison – zu sichern. Aber auch die Zukunft des Spaniers wird vom weiteren sportlichen Abschneiden des FCB abhängen. So verkündete Degen auf der Bilanzpressekonferenz, dass man in den nächsten Wochen dessen Arbeit analysieren werde und dann die entsprechenden Entscheidungen trifft.

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