FC Basel Der FC Basel tütet drei Zähler ein

Ciriaco Sforza kommt mit dem FC Basel zu einem wichtigen Heimerfolg.Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

„Wir bleiben weiterhin positiv. Dass wir noch nicht bei 100 Prozent sind, ist klar“, meinte Trainer Ciriaco Sforza im Vorfeld der gestrigen Nachholpartie der Super League gegen den FC Lausanne Sport. Positiv war das Ergebnis im St. Jakob-Park. Der FCB hat mit 2:1 (1:0) gewonnen und dabei seinen dritten Saisonerfolg eingeheimst.

Basel (mib). Im Tor der Basler stand wieder Heinz Lindner. Djordje Nikolic, der positiv auf Corona getestet wurde, befindet sich weiter in Isolation. Und zwar in Serbien im Haus seiner Eltern. Dort muss er bis Donnerstag in einer Woche bleiben, ehe er in die Schweiz zurück darf. Der FCB wollte den Stammkeeper zurück nach Basel holen, wo er nur zehn Tage in Quarantäne hätte verbringen müssen. So verpasst Nikolic nun insgesamt drei Partien. Frühestens am 5. Dezember stünde er wieder zur Verfügung. Aber: Er hat in Isolation nur überschaubare Trainingsmöglichkeiten.

Auf dem grünen „Joggeli“-Rasen war dagegen Timm Klose aktiv. Und das, obwohl er sich in Bern gleich fünf Brüche an der linken Hand zugezogen hatte. Dennoch gab die medizinische Abteilung grünes Licht. Klose bekam eine Schiene.

Die Hausherren, die mit der selben Startformation wie zuletzt in Bern begannen, nahmen gleich das Heft in die Hand. Der FCB war spielbestimmend, ohne daraus aber Profit schlagen zu können. Lausanne agierte gut organisiert. Es dauerte bis zur 41. Minute, ehe Rotblau jubeln durfte. Eine Hereingabe von Jorge brachte Kapitän Valentin Stocker im Kasten der Gäste unter.

Mit dieser Führung ging der FCB in die Pause und hatte gleich nach Wiederbeginn die Gelegenheit zum 2:0. Jorge traf aber nur das Außennetz, dann stand Stocker nach einem aussichtsreichen Angriff nur ganz knapp im Abseits. Nach guten Strafraumaktionen der Lausanner kam es zu einer heißen Szene im 16er der Waadtländer. Noah Loosli hatte Stocker zu Fall gebracht. Der Strafstoßpfiff von Stefan Horisberger blieb aber aus.

Zuschauer gab es gestern übrigens keine. Denn: Seit Montag dürfen nach den Bestimmungen des Kantons Basel-Stadt nur noch maximal 15 Zuschauer bei Heimspielen dabei sein. Wollte der FCB die zuvor 50 infrage kommenden Plätze noch verlosen, so entschied man sich in Anbetracht der neuen Situation, ganz auf Besucher zu verzichten, zumal auch der Gastronomiebetrieb geschlossen bleibt.

Verschlossenen blieb für Lausanne auch das Tor der Basler. Aldin Turkes Kopfball aus kurzer Distanz war in Minute 65 zu harmlos. Drei Minuten später rettete Loosli auf der Gegenseite gegen Stocker im allerletzten Moment. In der 76. Minute war es dann indes soweit. Nach schönem Zuspiel von Fabian Frei sorgte Pajtim Kasami für das 2:0.

Weil Lindner in der 81. Minute mit einer tollen Parade den Schuss von Pedro Brazao abwehrte und dann in der 89. Minute nochmals sehr gut reagierte und den Anschlusstreffer der Gäste verhinderte, sah es nach einem souveränen Erfolg aus. Dann aber wurde es nochmals spannend. So traf in der ersten Minute der Nachspielzeit Evann Guessand zum 1:2. Nun schwamm die Defensive der Basler, die sich bei Torwart Lindner bedanken durften, dass sie die drei Zähler im St. Jakob-Park behalten durften.

Für die Basler war es ein wichtiger Erfolg, um nicht schon früh, weit ins Hintertreffen zu gelangen. Mit nun elf Zählern belegen die „Bebbi“ nach sieben Partien den fünften Tabellenplatz. Wobei Sforza schon vor dem Spiel nichts davon hielt, bereits zu diesem Zeitpunkt Rechenspiele aufzuziehen: „Wir wissen, dass wir Spiele gewinnen müssen. Ich rechne aber noch nicht jetzt ab. Eine Bilanz können wir an Weihnachten ziehen.“

FC Basel – FC Lausanner Sport 2:1 (1:0). – Tore: 1:0 (41.) Stocker, 2:0 (76.) Kasami, 2:1 (90.+1) Guessand. SR: Horisberger. Z.: keine.

FC Basel: Lindner – Cömert, Pululu (90. Petretta), Stocker (69. Marchand), Klose, Frei (80. van Wolfswinkel), Kasami, Zhegrova (90. von Moos), Jorge, Cabral.

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