FC Basel Ein anderes Gesicht zeigen

Kein Ausrutscher: Stürmer Ricky van Wolfswinkel fehlt dem FC Basel, wenn es heute im Rückspiel gegen James Holland und Philipp Wiesinger vom LASK geht. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Nach der schwachen Leistung im Hinspiel muss der FC Basel heute nun alle Kräfte mobilisieren, will er doch noch die Playoffs der Champions League-Quali erreichen. Dass die „Bebbi“ durchaus auch kämpfen können, das haben sie im Heimspiel gegen Servette gezeigt. Heute gilt es im Stadion Gugl, einen 1:2-Rückstand gegen den Linzer Athletik-Sport-Klub (LASK) umzubiegen.

Von Mirko Bähr

Basel. Mit einem 3:1-Erfolg im Rücken reiste der FCB gestern in die Stadt in Oberösterreich, wo dann auch gleich ein Training auf dem Plan stand. An der Donau geht heute Abend ab 20.30 Uhr das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde über die Bühne. Der Sieger zieht in die Playoffs ein.

Nach der indiskutablen Vorstellung im heimischen St. Jakob-Park, als die Hausherren ganz ohne Aufbäumen und Willen agierten, ist nun Wiedergutmachung angesagt. Immerhin hat Luca Zuffis sehenswerter Treffer kurz vor Ende des Spiels die Chancen aufs Weiterkommen aufrecht erhalten.

Der FCB spult in diesen Tagen ein intensives Programm ab. Spiele auf nationalem und internationalem Parkett werden im Dreitages-Rhythmus absolviert: Nach der Niederlage gegen den LASK unter der Woche durfte die Elf von Trainer Marcel Koller in der Meisterschaft am Samstag einen Heimsieg gegen Servette Genf feiern.

Mit Selbstvertrauen nach Oberösterreich

Wieder rotierte Koller, der deutlich machte, wie wichtig es sei, mit der nötigen Frische in die Partien auf europäischer Bühne zu gehen. Spielerisch war gewiss noch Luft nach oben, doch der Kampfgeist stimmte. Der Sieg war hart erarbeitet. Und das stimmt positiv. „Dieser Erfolg ist wichtig für unser Selbstvertrauen“, sagte Koller hernach.

Das sah auch Silvan Widmer so. Der FCB-Akteur versprach, nachdem man nun in der Liga den Anschluss an Meister Bern halten konnte, in Linz „alles rauszuhauen“. Basel liegt in der Super League auf Platz zwei – nur einen Zähler hinter den Young Boys.

Nicht nur kämpferisch müssen die Basler im Vergleich zum Hinspiel nun eine Schippe drauflegen. Auch das Spiel nach vorne war schlicht katastrophal. Kaum ein Pass kam an, viele Bälle fanden keinen Adressaten. „Wir haben das Spiel von hinten nicht aufbauen können und gewannen zu wenig Zweikämpfe. Wir müssen uns steigern und wacher sein“, hatte Koller nach dem 1:2 vor 21 000 Zuschauern festgestellt.

Und vielleicht sollten die Basler Kicker auch nochmals genauer hingucken, wenn es im Videostudium um die ruhenden Bälle des LASK geht. Die Standards der Österreicher sind eine echte Waffe. Auch in Basel traf Linz nach einer Ecke.

Der Gegner unterdessen feierte in der nationalen Liga den dritten Sieg im dritten Spiel. Beim knappen 1:0 bei der Admira wechselte Coach Valerien Ismael ebenfalls munter durch. „Das Match in Basel hat sehr viel Kraft gekostet, die Mannschaft war sehr müde“, meinte Ismael im Hinblick auf sechs Veränderungen in der Startelf.

Hoffnung macht dem FCB nicht zuletzt der Auftritt gegen den PSV Eindhoven, als er in der Runde zuvor im Rückspiel das Rennen doch noch zu seinen Gunsten drehte. „Das Duell wird in zwei Spielen entschieden. Wir müssen in Linz anders auftreten, die Chance auf ein Weiterkommen ist noch da“, machte Koller deutlich.

Van Wolfswinkel fällt mit Gehirnerschütterung aus

Allerdings stellt sich die Frage, wer die Tore – zwei braucht es mindestens – schießen soll? Albian Ajeti hat sich zu West Ham verabschiedet und Ricky van Wolfswinkel fällt mit einer Gehirnerschütterung aus. Blieben also nur noch Kemal Ademi und Afimico Pululu.

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