FC Basel Ein letztes Mal Punkte ergattern

Beim FC Basel unter Trainer Ciriaco Sforza auf dem Abstellgleis: Samuele Campo. Foto: Grant Hubbs Foto: Die Oberbadische

Die letzte Partie in diesem Jahr bestreitet der FC Basel heute Abend in der Innerschweiz. Gegner ist der FC Luzern. Für die Basler ist es die letzte Chance, 2020 nochmals Punkte einzuheimsen. Zähler, die man dringend benötigt, um die Berner Young Boys nicht schon so früh aus den Augen zu verlieren.

Von Mirko Bähr

Basel. „Ich habe mehr von uns erwartet“, machte Basels Fabian Frei vor einigen Tagen nach dem 0:2 im Spitzenspiel gegen YB klar. Der FCB versäumte mit seiner Schlafmützigkeit zu Beginn der Partie nicht nur, die Spitzenposition in der Super League-Tabelle zu übernehmen, sondern sorgte auch dafür, dass die Verfolgergruppe näher zusammenrückte.

Denn nach dem 0:0 gegen St. Gallen am vergangenen Wochenende, als der FCB wieder mehr Akzente setzen konnte, beträgt der Abstand zwischen Rang zwei und Platz sieben magere zwei Pünktchen. Fünf Punkte Rückstand dagegen sind es für die „Bebbi“ schon auf Titelverteidiger Bern, der zum vierten Mal in Folge an der Spitze überwintert. Und YB hat ein Spiel weniger ausgetragen als die Basler.

Für Rotblau, das nebst sechs Siegen und zwei Remis auch schon fünf Pleiten einstecken musste, sind beim FC Luzern, der mit 13 Zählern nur Rang acht belegt, drei Zähler Pflicht. Dort schimpfte der deutsche Keeper Marius Müller nach dem 1:2 gegen Lausanne wie ein Rohrspatz über die Leistungen der Schweizer Referees. „Was wir und die anderen Mannschaften in letzter Zeit an Entscheiden von Schiris und dem VAR gesammelt haben. Das geht gar nicht. Es kann nicht sein, dass ihr hier in der Schweiz einen guten Schiedsrichter habt.“ Die Swiss Football League hat nun ein Verfahren gegen Müller eingeleitet.

Zurück zum FCB: Dort ist man natürlich erleichtert, dass es Raoul Petretta wieder besser geht. Klar ist aber, dass der Außenverteidiger nach der Diagnose „Erschütterung des Rückenmarks“ nun erst einmal pausieren muss. Linksverteidiger Jorge fällt nach seinem Kreuzbandriss länger aus. Und auch bei Taulant Xhaka wird sich eine Rückkehr auf den grünen Rasen noch weiter hinziehen. Am 5. Januar startet der FCB in die Winter-Vorbereitung. „Ich glaube nicht, dass er zu diesem Zeitpunkt schon wieder alles mitmachen kann“, sagt Sforza über Xhaka, der seit fünf Monaten verletzungsbedingt aussetzen muss. Zum Start ins Fußballjahr 2021 hat die Swiss Football League dem FCB am Samstag, 23. Januar, 20.30 Uhr, das Heimspiel im St. Jakob-Park gegen den FC Zürich beschert.

Positiv aus Basler Sicht ist zu verzeichnen, dass die Defensive an Stabilität hinzugewonnen hat. Das 0:0 gegen St. Gallen war das dritte Spiel ohne Gegentor. Einer der Hauptgründe dafür, dass seit dem 5. Dezember nur noch wenige Male das runde Leder im Netz des FCB-Tores landet, ist der coronabedingte Torhüterwechsel. Der routinierte Heinz Lindner überzeugt mit seinen Leistungen und gibt der Abwehr die nötige Sicherheit.

Noch gar nicht rund läuft dagegen das Offensivspiel des FCB. Die Basler schaffen es unter Sforza noch nicht, konstant Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben. Flaute herrscht im Sturm, wo Arthur Cabral oder Ricky van Wolfswinkel alles andere als torgefährlich auftreten, und auch auf dem Flügel, wo Edon Zhegrova im Formtief steckt, geht es kaum schwungvoll zu. Und ausgerechnet muss der FCB auch noch den Ausfall von Kapitän Valentin Stocker (bis Ende des Jahres) verkraften.

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