FC Basel Ein wilder Ritt im Waadtland

Valentin Stocker geht voran: Der Kapitän hat entscheidenden Anteil am Remis in Lausanne.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Es war ein wilder Ritt: Auf dem Kunstrasen im Stade de la Tuilière trennten sich der starke Aufsteiger FC Lausanne-Sport und der FC Basel 3:3 (2:1)-Unentschieden. Ausgerechnet Valentin Stocker war es, der mit einem herausgeholten Elfer, einer Vorlage und einem Tor diesem Spiel des 31. Spieltages der Super League den Stempel aufdrückte.

Von Mirko Bähr

Basel. Jener Stocker also. Der umstrittene Kapitän, den Klub-Legende Karl Odermatt in einem Video angreift, der erst suspendiert, dann wieder zurückgeholt wurde. Jener Stocker, der für Grüppchenbildung in der Kabine sorgen und der mannschaftsintern auf Widerstand stoßen soll. Dies zumindest widerlegte zunächst ein Instagram-Post der Spieler. Es zeigt Stocker, Fabian Frei, Taulant Xhaka und Pajtim Kasami gemeinsam im Kabinentrakt und das Wort „#team“.

Als echtes Team präsentierte sich der FCB in Lausanne. Zwar hatte der Gastgeber sicherlich mehr vom Spiel und tauchte immer wieder gefährlich vor dem Basler Kasten auf, doch die „Bebbi“ durften sich einerseits einmal mehr bei Keeper Heinz Lindner bedanken, zudem setzten sie genau das um, was Interims-Cheftrainer Patrick Rahmen von ihnen vor dem Match verlangte hatte: kämpfen, kämpfen, kämpfen.

Und so ließen sich die Basler auch nach einem frühen 0:2-Rückstand nicht abschütteln, und auch das 2:3 in der 82. Minute sorgte nicht dafür, dass die Rotblauen wie ein Kartenhaus in sich zusammenfielen.

Im Gegenteil. Angeführt von Valentin Stocker bleib der FCB am Drücker und durfte sich am Ende immerhin über einen Zähler freuen, der ihnen weiterhin Rang zwei beschert. Er bleibt auch im vierten Match unter Rahmen ungeschlagen (zwei Siege, zwei Remis).

Lausanne hatte los gelegt wie die Feuerwehr. Vor allem Hicham Mahou auf der rechten Seite sorgte immer wieder für viel Wirbel im Basler Strafraum. FCB-Innenverteidiger Timm Klose sah gegen den quirligen Franzosen kein Land. Der traf nach zehn Minuten zum 1:0 und ein souverän verwandelter Foulelfmeter von Stjepan Kukuruzović brachte gar das 2:0 für die Hausherren. Nach einem Foulspiel an Stocker gab es praktisch im Gegenzug auch einen Strafstoß für die Gäste. Arthur Cabral markierte in der 32. Minute den Anschluss. Mit diesem Spielstand ging es auch die Pause.

Mit der knappen Lausanne-Führung ging es in die Endphase, in der sich dann die Ereignisse überschlugen. Erst glich Cabral (76.) mit seinem zweiten Treffer an diesem Samstagabend und mustergültiger Vorarbeit Stockers für Rotblau aus. Nikola Boranijasevic brachte aber die Gastgeber wieder in Front. Für den Schlusspunkt sorgte Stocker fünf Minuten vor dem Ende.

Rahmen musste kurzfristig auf Raoul Petretta verzichten. Für ihn übernahm Amir Abrashi die Position des linken Außenverteidigers. Für den gesperrten Edon Zhegrovas kam Kaly Sene auf dem Flügel zu seinen ersten Starteinsatz in der Super League.

FC Lausanne-Sport – FC Basel 3:3 (2:1). – Tore: 1:0 (10.) Mahou, 2:0 (29./Foulelfmeter) Kukuruzovic, 2:1 (32./Foulelfmeter) Cabral, 2:2 (76.) Cabral, 3:2 (82.) Boranijasevic, 3:3 (85.) Stocker. SR: Horisberger. Z.: 100.

FC Basel: Lindner; Widmer, Cömert, Klose (46. Zuffi), Abrashi; Kasami, Frei; Sene (58. Pululu), Stocker, Males (81. van Wolfswinkel); Cabral.

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