FC Basel Es kehrt keine Ruhe ein

Kommt gegen den FC Vaduz nach seiner Suspendierung wieder ins Team zurück: Basels Valentin Stocker.Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Der FC Vaduz hat gestern in der Nachspielzeit zugeschlagen und alle drei Zähler aus dem St. Jakob-Park entführt. Der FC Basel verliert auch gegen den Abstiegskandidaten mit 1:2 und befindet sich weiter mittendrin in der Abwärtsspirale. Nun haben die „Bebbi“ nur noch sieben Zähler Vorsprung auf den vorletzten Platz.

Von Mirko Bähr

Basel. Beim FCB geht es drunter und drüber: Sportlich ist der Klub nur noch ein Schatten seiner selbst, dazu gesellt sich der Machtkampf zwischen Bernhard Burgener und David Degen mit immer neuen Enthüllungen und Meinungen.

Während beispielsweise Reto Baumgartner, der Präsident des Basisvereins, Partei für Degen ergreift, betont Karli Odermatt, einer der vier Verwaltungsräte der FC Basel Holding AG, dass er von Degen die Nase voll habe. Fortsetzung folgt.

Und nun zum Spiel: Am 27. Spieltag der Super League hat der FCB den Tabellenletzten FC Vaduz zu Gast. In der Startaufstellung taucht erstmals seit seiner schlagzeilenträchtigen Suspendierung Valentin Stocker auf.

Die Basler zeigen vor der Pause ein schwache Darbietung. Es gibt viel Krampf und wenig Genauigkeit. Auch das Tempo im Offensivspiel der Hausherren lässt schwer zu wünschen übrig. Die beste Chance vergibt Aldo Kalulu nach gut einer Viertelstunde. Basel verbucht mehr Ballbesitz, das Tor macht aber das Team aus dem Fürstentum. In der 38. Minute ist es Verteidiger Joel Schmied, der nach einer Ecke per Kopf zum 1:0 einnickt.

Nach der Pause kommt der Gastgeber mit viel Schwung aus der Kabine. Und das druckvolle Spiel wird belohnt. In der 56. Minute kann sich ausgerechnet Stocker im Zentrum gegen Denis Simani durchsetzen. Offiziell geht der Treffer aber auf das Konto des Vaduz-Kickers.

Basel bestimmt weiter das Geschehen und erzielt in der 72. Minute um ein Haar die Führung. Der gerade erst eingewechselte Ricky van Wolfswinkel verfehlt eine Hereingabe von Silvan Widmer aber knapp.

Zwei Minuten später vergibt Vaduz die große Möglichkeit. Tunahan Cicek kommt nicht an FCB-Keeper Heinz Lindner vorbei. Basels Schlussmann rettet dem Favoriten zunächst das 1:1. Denn in der 86. Minute ist er gegen Matteo Di Giusto zur Stelle. In der zweiten Minute der Nachspielzeit pariert Lindner dann erneut großartig gegen Cicek.

Dann ist er aber machtlos. Wieder ist es ein FCV-Eckball und diesmal trifft mit Yannick Schmid erneut ein Verteidiger.

Die Basler sind nach der elften Saisonpleite weiterhin Fünfter der Super League. Das stimmt im rotblauen Lager niemanden zufrieden. „Wir sind in gewissen Situationen zu wenig clever“, sagt Fabian Frei nach der Partie. Und für Amir Abrashi steht fest: „Es darf nicht sein, dass wir ein Spiel durch zwei Eckbälle verlieren.“

Für Aufregung sorgt auch eine rassistische Äußerung. Über die TV-Mikrofone ist zu hören, wie jemand Kalulu als „Bananenpflücker“ bezeichnet. Der FCB macht klar, dass man alles daran setzte, die „fehlbare Person“ ausfindig zu machen.

FC Basel – FC Vaduz 1:2 (0:1). – Tore: 0:1 (37.) Schmied, 1:1 (56./Eigentor) Simani, 1:2 (90.+3) Schmid.

FC Basel: Lindner; Widmer, van der Werff, Klose, Petretta; Abrashi (60. Marchand), Zuffi; Stocker, Frei (81. Males), Kalulu (81. Sene); Cabral (69. van Wolfswinkel).

Der Klassiker ist wieder da: Lesen Sie das ePaper bis zum Jahresende für nur 89 Euro! Gleich HIER anfordern.

  • Bewertung
    0

Umfrage

Angela Merkel

Die Kanzlerfrage beschäftigt die Union. Wer wäre Ihrer Ansicht nach der bessere Kanzlerkandidat: Armin Laschet oder Markus Söder?

Ergebnis anzeigen
loading