FC Basel Es passt nicht

Bissiger zu Werke gehen müssen die Kicker des FC Basel um Taulant Xhaka (rechts).Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Kaum zurück und schon abgehängt: Der FC Basel kann sich nach der schwachen Vorstellung in Luzern (1:2) am ersten Spieltag nach der Corona-Pause bereits die Meisterschaft abschminken. Der Rückstand auf Platz eins beträgt vor dem heutigen Auswärtsmatch in Neuenburg acht Zähler. Und auch auf Kevin Bua müssen die Rotblauen künftig verzichten.

Von Mirko Bähr

Basel. Der 26-jährige Flügelspieler, der in dieser Saison bereits 30 Einsätze (zehn Tore, sechs Vorlagen) auf dem Konto hat, wird den Verein zum 30. Juni verlassen. Bereits in Luzern stand Bua aus Angst vor einer Verletzung nicht mehr im Kader. So wird der Einsatz im Pokalspiel in Lausanne wohl sein letzter für den FCB gewesen sein. Ab 1. Juli gehen beide Parteien getrennte Wege.

Wohin es den Außenspieler zieht? Der VfB Stuttgart, der in die 1. Bundesliga zurückkehren wird, wird ebenso als einer der Kandidaten gehandelt, wie auch Olympiakos Piräus, der SC Freiburg und der 1. FC Nürnberg. „Vier unvergessliche Jahre mit vielen außergewöhnlichen und speziellen Momenten neigen sich dem Ende zu“, schreibt Bua auf Instagram.

Bua verabschiedet sich zum 30. Juni

Während der Genfer also nicht mehr das FCB-Trikot überzieht, begann für Lirik Vishi in Luzern das Abenteuer Super League. Der 19-jährige Offensivspieler kickte bisher 14-mal in der zweiten Mannschaft, ehe er am Sonntag sein Debüt in der Super League gab. Auch Rückkehrer Dimitri Oberlin dürfte ab dem 1. Juli wieder für Rotblau spielberechtigt sein. Der FCB hat bei der Liga einen entsprechenden Antrag gestellt.

Gegen Xamax heute, 18.15 Uhr, muss Basel ohne ihn auskommen. Allerdings kehren die zuletzt gesperrten Akteure Raoul Petretta und Valentin Stocker wieder zurück, was die personelle Lage etwas entspannt. Auch Innenverteidiger Eray Cömert, der in Luzern nach einem Schlag auf das Bein in der 78. Minute ausgewechselt werden musste, steht zur Verfügung.

In Luzern, so Taulant Xhaka, hätten doch viele Stammspieler gefehlt, wobei er das nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte. „Wir waren schlicht nicht bissig genug“, legte er nach.

Etwas deutlicher wurde nach der schwachen Leistung in der Innerschweiz Fabian Frei. „Spätestens in der Halbzeit ist es das Ziel, ein Mittel zu finden – wir haben keines gefunden. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass wir uns extrem gegen die Niederlage gewehrt haben“, diktierte er nach der Partie in die Notizblöcke. Der Basler Routinier redete gar nicht lange um den heißen Brei herum: „Im Moment spielen wir um Platz drei, und wir wissen alle, dass das nicht unser Anspruch ist.“

Einmal mehr habe zu viel nicht gepasst. „Wie so oft, leider“, wirkte er fast schon ratlos. Und die Schlussoffensive der Basler hatte ihn auch nicht umgehauen: „Fünf Minuten den Ball nach vorne hauen und hoffen, dass er noch rein geht, ist für mich auch nicht Basel-Like.“

Xamax Neuenburg um Abwehrchef Johan Djourou kämpft mit nur vier Siegen um den Ligaerhalt. Mit 22 Punkten steht der Verein auf dem Relegationsrang. Sion ist auf Platz acht nur einen Zähler entfernt. Zuletzt wurde Thun im Kellerduell mit 2:1 besiegt. Raphaël Nuzzolo avancierte mit einem Tor und einer Vorlage zum Matchwinner.

Der Countdown läuft! Jetzt bis zum Jahresende gratis lesen. Schnell HIER anfordern.

Umfrage

Alexej Nawalny

Der Fall Nawalny bringt die Bundesregierung in Zugzwang, sollte Moskau bei der Aufklärung weiterhin mauern. Ist eine Neuausrichtung der deutschen Russland-Politik jetzt unvermeidbar?

Ergebnis anzeigen
loading