FC Basel „Fehler passieren, wichtig ist, was man daraus macht“

Über Valentin Stocker lässt sich Karl Odermatt in einem Video aus, das in den sozialen Netzwerken kassiert.Foto: G. Hubbs Foto: Die Oberbadische

Von Mirko Bähr

Basel. Patrick Rahmens Bilanz kann sich auch nach dem 1:1 in Vaduz unter der Woche immer noch sehen lassen. Sieben Zähler hat der FC Basel in den vergangenen drei Partien geholt und sich wieder auf Platz zwei vorgearbeitet. Nun steigt das dritte Auswärtsspiel unter Rahmens Regie. Der FC Basel trifft im Stade de la Tuilière heute Abend, 20.30 Uhr, in der Super League auf den FC Lausanne-Sport.

Odermatt-Video sorgt für Unruhe

Während sich der FCB nach dem Trainerwechsel sportlich gefangen zu haben scheint, rumort es außerhalb des grünen Rasens weiter. Diesmal ist es Holding-Verwaltungsratsmitglied und Klub-Ikone Karle Odermatt, der für Schlagzeilen sorgt. In einem Video, das in den Sozialen Medien kursiert, ist zu hören, wie der 78-Jährige lautstark über die Gründe der Beurlaubung von Valentin Stocker spricht.

Odermatt: „Stocker war gegen den Trainer. Die Mannschaft geht in einen Raum und sagt: Heute rennen wir nicht. Wir haben 6:2 verloren gegen Solothurn.“ Zwar kickte der FCB nicht gegen Solothurn, sondern unterlag im Pokal dem zweitklassigen Winterthur, was aber nichts daran ändert, dass Odermatt dafür sorgt, dass die Außendarstellung des Klubs weiter leidet.

Offiziell hat der Klub bislang weder die Gründe für Stockers Beurlaubung genannt noch zu Odermatts Video Stellung bezogen. Die FCB-Legende indes entschuldigte sich via Blick. Damit, so hoffe er, sei die Angelegenheit erledigt. Für das Team jedenfalls war das Video nicht ganz so schnell erledigt. Zumindest nicht beim Auftritt in Vaduz. Dort sei durchaus eine gewisse Unruhe in der Kabine zu spüren gewesen.

Rahmen nahm das Video in die Spielvorbereitung mit auf. „Ich wünsche mir natürlich, dass der Fokus der Spieler eine Stunde vor Anpfiff woanders liegt“, ließ der FCB-Coach nun im Vorschau-Pressegespräch für das Lausanne-Spiel wissen. Das werde wie die Auswärtspartie im Fürstentum wieder eine schwere Aufgabe. Erneut liegen nur drei Tage zwischen den Partien. „Das ist extrem intensiv. Aber ich erwarte von meinen Jungs, dass sie wieder gewappnet sind, ihre Grenzen überwinden und jeder für den anderen da ist“, macht Rahmen klar. So wie in Vaduz. „Wären wir dort nicht bereit gewesen, wäre es anders ausgegangen.“

Mit dem Ergebnis war er am Ende nicht zufrieden. „Eine Fehlerkette führte zum 1:1, da hätten wir uns anders anstellen müssen. „Fehler passieren, es ist wichtig, was man daraus macht“, so Rahmen. „Die Erwartungshaltung beim FC Basel ist, dass man immer gewinnt. Ich will sehen, dass die Lauf- und Kampfbereitschaft da ist. Das sind die Basics. Gelingt uns das, dann bin ich guten Mutes, dass wir noch relativ viele Punkte holen.“

Kein Problem sollte der Kunstrasen in Lausanne darstellen. „Das ist nichts Spezielles mehr. Die Spieler kennen das. Lausanne verfügt über das neuste Produkt. Es ist eine schnelle Unterlage. Hier kann man schnellen, technisch versierten Fußball spielen. Wer den Ball zirkulieren lässt, kann sich einen Vorteil herausspielen“, erklärt Rahmen.

Der muss heute Abend im Waadtland auf Flügelflitzer Edon Zhegrova verzichten, der sich eine Gelbsperre einheimste. „Ich habe verschiedene Optionen. Auch die Jungs, die zuletzt in der U21 gekickt haben, haben ihre Sache dort gut gemacht“, will sich Rahmen nicht näher in die Karten schauen lassen.

Rahmen würde gerne Trainer bleiben

Sechs Spiele gilt es in der aktuellen Runde der Super League noch zu absolvieren. Rahmen muss Punkte holen, um sich für eine weitere Cheftrainer-Tätigkeit zu empfehlen. „Wir haben keinen Zeitrahmen abgesteckt, um Gespräche zu führen. Wir schauen erst einmal von Spiel zu Spiel. Es liegt an uns, Argumente zu sammeln. Dass ich gerne Trainer bleiben würde, ist ja kein Geheimnis“, meinte Rahmen, der aufgrund der Kürze der Zeit in der Vorbereitung des Lausanne-Spiels vor allem auf Erholung und das Videostudium setzt.

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